Kölner Leichtathletik und Kölner Hockey 

Rubrik:   Kölner Sport
Thema:    Kölner Leichtathletik und Kölner Hockey  +  
         Handball (VfL Gummersbach)
   Erfolge  ASV Köln - Rot-Weiß Köln - VfL  Gummersbach

Themen-Seite der privaten  Web-Präsenz "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt". Diese Web-Präsenz verfolgt ausschließlich private und keinerlei kommerzielle Interessen!

0. Vorbemerkungen und Inhalt

Die Kölner Leichtathletik spielte viele Jahre national und international eine große Rolle mit dem schon 1929 gegründeten Tra
ditionsverein ASV Köln und dessen Athleten und dem - leider seit 2000 eingestelltem -  jährlichen großen und international bedeutenden  Leichtathletiksportfesten im Kölner Stadion.

Köln war über Jahrzehnte Hockey-Hochburg (mit den Vereinen RW Köln, SW Köln und BW Köln) mit zahlreichen Deutschen Meisterschaften und Europapokal-Siegen der Herren- und Damen-Mannschaften auf dem Feld und in der Halle. Diese Erfolgsphase war  zuletzt - zumindest bei den Männern - unterbrochen.  Bei den Damen allerdings wurde RW Köln auch in jüngster Zeit (2003 und 2007) Deutscher Meister im Damen-Feldhockey. Aber auch die Herren-Mannschaft von RW Köln peilte nach namhaften Verstärkungen eine neue Erfolgsphase an. Die ersten Erfolge sind im Winter und Sommer 2009 auch bereits eingetroffen. Die Herren von RW Köln wurden zunächst  Deutscher Meister im Hallen-Hockey und dann auch im Feld-Hockey. Und 2010 konnte der Feldtitel erfolgreich verteidigt werden

Seit 2001 absolviert der traditionsreiche Handball-Bundesligist aus dem Oberbischen Kreis in Nähe Kölns - der VfL Gummersbach - zuerst einen Teil und inzwischen alle Heimspiele  in der Sportstadt Köln in der großen Kölnarena. Daher soll auch dieser Verein mit ein paar Daten hier erwähnt werden.

Inhalt

1.   Kölner Leichtathletik/ASV Köln
2  . Kölner Feld- und Hallen-Hockey
2.1 Erfolge der  Clubs
2.2 Liga-Zugehörigkeiten der Kölner Vereine
3.   Handball/VfL Gummersbach



1. Kölner Leichtathletik/ASV Köln

Der Athletik-Sportverein Köln ist 1929 gegründet worden und betreibt heute neben der Leichtathletik auch andere Sportarten (wie Rugby, Thriathlon).

Die prominentesten Namen der großen ASV-Leichtathletikzeit sind die des Sprinters Manfred Germar und des Hürdensprinters Martin Lauer, die über 60 Welt-, Europa- und Deutsche Rekorde aufgestellt und zahlreiche nationale und internationale Meisterschaften  gewonnen haben. Daneben ragten in der ASV-Historie heraus: Jutta Heine, Brigitte Kraus, Thomas Wessinghage, Dietmar Mögenburg u. Carlo Thränhardt.  Heute ist der Stabhochspringer Tim Lobinger der prominenteste ASV-Leichtathlet.

Ein Zitat aus der Internetseite des ASV:
"Das Nachkriegsdeutschland erlebt seinen Aufschwung und mit ihm der ASV. Sportlich ist es die große Zeit der Welt-, Europa- und Deutschen Meister und -Rekordhalter, der beiden Kölner Athleten Manfred Germar und Martin Lauer. Mit über 60 internationalen und nationalen Rekorden distanzieren sie die damalige deutsche Konkurrenz. 1958 erläuft die 4 mal 100 m National-Staffel "Gold" bei der Europameisterschaft in Stockholm und mit Germar und Lauer 14 Tage später einen neuen Weltrekord. Ein Motivationsschub geht durch die Reihen der ASV-Aktiven."

Manfred Germar lief neben seine zahlreichen Meisterschaften
(23 mal Deutscher Meister!) und Spitzenplätzen zwischen 1957 und 1962 u.a. Europarekord über 100 m, Welt- und Europa-Rekord über 200 m und Welt- und Europa-Rekord mit der 4 * 100m-Staffel. Er wurde Europameister über 100 m und mit der 4 * 100m-Staffel.

Martin Lauer war 16 mal Deutscher Meister und 1958 Europameister über 110 m Hürden, lief 1959 WR in dieser Disziplin und gewann mit der 4 * 100m-Staffel  "Gold" bei den Olympischen Spielen 1960.

U. a. mit diesen beiden  Top-Athleten wurde der ASV Köln zwischen 1956 und 1964 siebenmal Deutscher Meister in der 4 * 100m-Staffel. 1964 war aber auch bis heute der letzte dieser Staffelerfolge.


Die aktuell größeren Kölner Leichathletik-Vereine ASV Köln und Leichtathletik-Team der Deutschen Sporthochschule Köln bildeten 2008 eine Leichtathletik-Gemeinschaft ("LG ASV Deutsche Sporthochschule Köln"). Sie traten bei Wettkämpfen unter der Bezeichnung LG ASV DSHS Köln gemeinsam auf und wurden zuletzt im Mai 2009 Deutscher Mannschaftmeister bei den Männern und Frauen. Am 31.12.2010 wurde diese LG jedoch schon wieder aufgelöst; die Vereine agieren nun wieder getrennt.  LT  DSHS Köln wurde 2011 bei den Herren zum fünften Mal und bei den Frauen zum vierten Mal in Serie (inkl. der Titel in der LG)  Deutscher Manschaft-Meister.
 


2. Kölner Feld- und Hallen-Hockey

In den Meisterschafts-Statistiken des deutschen Hockeys sind 3 Kölner Hockey-Vereine, nämlich
zu finden, die über lange Zeit Köln zur Hockeyhochburg machten. Der vierte Kölner Hockeyclub ist der Marienburger SC.

2.1 Erfolge der  Clubs

Deutscher Meister
Feld
/Herren


1972 RW Köln
1973 RW Köln
1974 RW Köln
1976 SW Köln

2009 RW Köln
2010 RW Köln

Deutsche Meister
Feld /Damen


1980 BW Köln
1986 BW Köln
1987 BW Köln
1998 RW Köln
2003 RW Köln
2007 RW Köln
Deutscher Meister
Halle /Herren

1974 RW Köln
1978 RW Köln
1986 RW Köln
1989 RW Köln
1992 RW Köln
1993 RW Köln
1995 RW Köln
2009 RW Köln
2012 RW Köln
Deutscher Meister
Halle /Damen


1965 RW Köln
1977 BW Köln
1979 BW Köln
1980 BW Köln
1985 BW Köln
 2012 RW Köln

Europapokal
 (der Meister)

 Feld /Damen

                                     
1999 RW Köln
Europapokal
(der Meister)

Halle /Herren

                                   
1990 RW Köln
1991 RW Köln
1993 RW Köln
1994 RW Köln
1995 RW Köln
1996 RW Köln
2010 RW Köln


Aus der vorstehenden Tabelle ist die lange Erfolgsphase Kölner Hockeyclubs und deren zahlreichen Meisterschaften abzulesen.

Beim Feld-Hockey spielten jedoch in 2008  3 Kölner Herren-Mannschaften (RW Köln, BW Köln und Marienburger SC) nur noch in
der 2. Herren-Bundesliga. Zumindest RW meldete aber (mit wichtigen Verstärkungen in der Saison 2007/2008) sehr große Ambitionen auf eine Rückkehr in die 1. Liga und das Anknüpfen an frühere Erfolge an. Im Mai 2008 schaffte RW auf Anhieb den Aufstieg, während der Marienburger SC leider in die Regional-Liga abgestiegen ist. 2009 gab es dann bereits den lang ersehnten nächsten Feld-Titel der Herren für die Domstadt. RW Köln wurde am 12.07.09 mit einem 4:3 n. V. gegen UHC Hamburg erstmals nach 35 Jahren wieder Deutscher Feld-Hockeymeister. Am 20.06.10 konnte RW Köln seinen Titel als Deutscher Meister im Feld-Hockey mit einem 4:2 gegen den Uhlenhorster HC erfolgreich verteidigen. Und SW Köln schaffte im Juli 2009 den Aufstieg in die 2. Liga.  Anders als die Herren spielte die Damen-Mannschaft von RW Köln durchgehend sehr erfolgreich in der 1. Damen-Bundesliga und wurde 2007 zum dritten Mal Deutscher Meister auf dem Feld. Zuletzt wurde 2010 der Titel nur knapp verpasst. Die aktuellen Ligazugehörigkeiten siehe unter 2.1.

Beim Hallen-Hockey spielten in 2008 bei den Herren BW Köln in der 1. Herren-Bundesliga sowie SW Köln und RW Köln in der 2. Bundesliga. RW ist mit den bereits erwähnten Verstärkungen seit der Saison 2008/2009 wieder erstklassig, während BW und SW leider abgestiegen sind. Und 2009 gelang den Herren von RW bereits der erste Erfolg nach langer Durststrecke. Mit einem 5:3-Endspielsieg gegen den Rüsselsheimer RK  wurde RW Köln Deutscher Hallen-Hockeymeister bei den Herren. Bei den Damen spielt RW Köln ebenfalls in der 1. Bundesliga.  Die aktuellen Ligazugehörigkeiten siehe unter 2.1. Ein bemerkenswerter Erfolgstag war der 22.01.2012: Es wurden hintereinander Deutscher Hallen-Hockey-Meister die RW Köln-Damen mit 8:6 gegen Club an der Alster Hamburg und die RW Köln-Herren mit 5:3 gegen UHC Hamburg!

Drei Damen von RW Köln standen im Goldmedaillen-Team bei den Olympischen Spiele 2004. Bei den Olympischen Spielen 2008 standen 7 Herren von RW Köln in der Goldmedaillen-Mannschaft und 6 Spielerinnen von RW Köln in der Damen-Auswahl, die Vierter geworden ist.

Vom 05. - 07.02.2010 fand in Köln (RW-Halle) das Endrunden-Turnier um den Hallen-Europapokal der Herren unter Teilnahme des amtierenden Deutschen Meisters RW Köln statt. Pressemitteilung vom 07.02.10 hierzu: "
Die Hockey-Herren von Rot-Weiss Köln haben zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Hallen-Europapokal der Landesmeister gewonnen. Der deutsche Hallen-Meister setzte sich am Sonntag im Endspiel in eigener Halle gegen den spanischen Vertreter Athletic Terrassa deutlich 10:2 (5:1) durch."


2.2 Liga-Zugehörigkeiten der Kölner Vereine
(aktuelle Saison 2011/2012)

Saison 2011/2012
 Feld-Hockey
 
Hallen-Hockey
1. Bundesliga
Herren
Damen

RW Köln
RW Köln
RW Köln
RW Köln

2. Bundesliga
Herren
Damen

BW Köln, SW Köln
BW Köln, SW Köln

Regionalliga West
Herren
Damen

RW Köln 2, Marienburger SC
RW Köln 2, BW Köln

RW Köln 2
BW Köln


3. Handball/VfL Gummersbach                                                                                  

Der VfL Gummersbach aus dem Oberbergischen Kreis nahe Köln ist "der" tradionsreichste Verein der deutschen Handball- geschichte mit großen Erfolgen über Jahrzehnte (Gründungsjahr: 1861). Der VfL Gummersbach und der THW Kiel sind in der Geschichte der deutschen Hallenhandball-Meisterschaften die erfolgreichsten deutschen Handball-Vereine (bis 2006 waren sie je 12-mal Deutscher Meister,  ab der Saison 2006/07 aber ziehen die Kieler dem VfL mit ihrer damals 13. Meisterschaft davon). Aus der großen Zeit in den 70/80iger Jahren sind Namen wie Erhard Wunderlich, Joachim Deckarm, Heiner Brand (der heutige Bundestrainer und als solcher frischgekürter Europameister 2004) und Hansi Schmid noch bestens bekannt.

Anfang der 90iger Jahre - also zeitgleich mit dem anderen Traditionsverein der Region, dem 1. FC Köln im Fußball - riss diese Erfolgsserie. Der Verein kam in  sportliche und wirtschaftliche Schwierigkeiten, hat sich aber inzwischen wieder konsolidiert und will an die großen Erfolge anknüpfen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde 2001 das Experiment gewagt, mit wichtigen Heimspielen in die große Kölnarena im nahen Köln umzuziehen, auch um so finanziellen Spielraum zu gewinnen. Mit Erfolg: Schon im ersten Spiel am 30.11.2001 gegen THW Kiel wurde mit 18576 Zuschauern ein neuer Zuschauer-Weltrekord für Vereinsspiele erzielt, der am 27.12.05 dann aber vom VfL selbst im Spiel gegen den gleichen Gegner  mit 19250 noch überboten wurde. Danach war der VfL nach langer Zeit auch wieder international tätig, spielte in der Handball-Bundesliga-Saison 2006/07 in der Spitzengruppe und in der Champions-League, die mit einem 4. Platz auch für die Saison 2007/08 wieder erreicht werden konnte. 2009 stand VfL im Finale des internationalen EHF-Pokals und im deutschen Pokalfinale und holte mit dem EHF-Pokal erstmalig nach langer Zeit wieder einen Titel. Der zweite und der dritte internationale Titel folgten 2010 und 2011 mit den Siegen im Euroapokal der Pokalsieger.

Erfolge des VfL

Deutscher Meister 1966, 1967, 1969, 1973, 1974, 1975, 1976, 1982, 1983, 1985, 1988, 1991  (= 12 )
Deutscher Pokalsieger 1978, 1979, 1982, 1983, 1985   (=   5 )         
Europapokal  der Landesmeister
1967, 1970, 1971, 1974, 1983    (=   5 )
Europapokal der Pokalsieger
1978, 1979, 2010, 2011  (=  4 )
EHF-Pokal (früher IHF-Pokal)
1982, 2009  (=   2 )

 Quelle Logo: Zeitschrift VfL Gsbh

>  Für weitere Informationen über den VfL ist die Internet-Seite des VfL Gummersbach zu empfehlen.


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Fotos und Skizzen sind vom Autor selbst erstellt worden oder stammen in Einzelfällen aus nach Kenntnis des Autors nicht urheberrechtlich geschützten Quellen ("gemeinfrei") oder wurden freigegeben und sind nach bestem Wissen des Autors auch sonst nicht urheberechtlich geschützt. Sollten dennoch im Einzelfall Urheberrechte betroffen sein, wäre dies unbeabsichtigt; in diesem Fall wird um einen Hinweis gebeten. © der eigenen Fotos beim Autor!

© GL Köln

Stand: 22.01.2012
 

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