| Kölner
Museen |  |
Rubrik:
Kultur in
Köln - Kunst in Köln
Thema:
Kölner Museen
mit Anhang "Stil-Epochen der klassischen
und
modernen Malerei. Datensammlung
zur
Kunstgeschichte"
>
Museumsführer - Wallraf-Richartz-Museum
- Museum Ludwig - Römisch-Germanisches Museum - Schnütgen -
Kolumba
0.
Vorbemerkungenn und Inhalt
Kölns
Bedeutung als
Kunststadt - Stadt der Museen und Galerie-Stadt - wird insbes.
dargestellt durch - die in 8
städtischen Museen
und in insges. ca. 30 Museen ausgestellten Kunstwerke
und Sammlungen der verschiedensten Kunstbereiche
(siehe Museumsführer und
Beschreibungen unten),
-
eine
Vielzahl von Galerien
(mehr
als 60; laut
Kölner Branchenbuch über 100 - Stand: 08.2011 -), - so viele wie kaum
in
einer anderen deutschen
Stadt - und
vielen Kunsthändlern,
wobei
der renommierte
Galerie-Standort Köln zwischenzeitlich durch den Sog der
Hauptstadt Berlin und auch einiger
Nachlässigkeiten der Stadtverwaltung einige Galerien verloren hat,
sich
aber trotzdem wegen seiner gewachsenen
Grundstrukturen weiterhin behauptet (u. a.
hatten
die Kölner Galerien 2008 erstmalig wieder unter dem Motto
"Cologne Open 2008" mit einem gemeinsam Programm
die
Herbstsaison eröffnet; 2011 eröffnen die Kölner und Düsseldorfer
Galerien zum dritten Mal gemeinsam die Herbstsaison unter
"Düsseldorf-Cologne open"),
-
die
jährlich stattfindende "ART Cologne", die
Messe für
moderne Kunst - nach wie vor die Nr. 1 in Deutschland
-,
und die "Cologne Fine Art und Antiques", eine neue Messe
mit einem Angebotsspektrum von der Antike bis zu zeitgenössischem
Design.
Inhalt
1. Museumsführer
2. Art
Cologne und Cologne Fine Art und Antiques
3.
Kölner Museen
3.1 Wallraff-Richartz-Museum3.2 Museum
Ludwig3.3 Römisch-Germanisches
Museum und Archäologische Zone
3.4 Museum
Schnütgen3.5 Rautenstrauch-Jost-Museum
3.6 Museum
Kolumba
3.7 weitere
städtische und private Museen Anhang.
"Stil-Epochen
der
Malerei"
mit Zuordnung der
bekanntesten Maler der Kunstgeschichte
zu einer (oder auch mehreren) Stilrichtungen beigefügt.
1. Museumsführer:
Übersicht und Beurteilung der 10
bedeutendsten Kölner
Kultur/Kunst-Museen *
| Museum | Träger | Sammlung | Lage/Adresse | Merkmale | Note * Sammlung | Note * Inzenierung/ Präsentation |
Wallraf-Richartz-Museum
| städtisch
| Europäische
Malerei
vom 13.
bis zum 19. Jhdt. (vom
Mittelalter bis zum Impressionismus)
| Innenstadt
Nähe Rathaus und Alter Markt/ 50667 Köln, Obenmarspforten
| u.
a. hochrangige
Mittelalter-, Barock- und Impressionismus-Sammlungen; hervorragende
neue Präsentation mit neuer Hängung und sehr informativer
Beschreibung der Räume und Gemälde; hochrangige Architektur | 1 | 1 |
Museum Ludwig
| städtisch
| Kunst des
20. Jhdt. und 21. Jhdt.
| Innenstadt
direkt am Dom und Hauptbahnhof/ 50667 Köln,
Heinrich-Böll-Platz
| wichtigste
deutsche Sammlung der Modernen mit insbes. Expressionismus, Russische
Avantgarde, Picasso, POP Art; beeindruckende Architektur; sehr
großzügige
Raumgestaltung | 1 | 2 |
Römisch-Germanisches Museum
| städtisch
| Archäologische Exponate
von der
Urgeschichte
bis zum frühen Mittelalter (insbes. aus der antiken römischen und der
frühmittelalterlichen fränkischen Phase Kölns)
| Innenstadt
direkt am Dom und Hauptbahnhof/ 50667 Köln, Roncalli-Platz 4
| hochrangige
archäologische Sammlung, aber eine Übersicht zur
2000-jährigen Geschichte der Stadt von der Gründung an (mit Hinweis
auf die Sammlung zur nachrömischen Phase im Stadtmuseum)
fehlt; Gebäude erstellt auf römischen
Grund
(über dem berühmten Dionysos-Mosaik); die
Präsentation der Sammlung müsste dringend überarbeitet und auf
ein heute übliches Niveau gebracht werden. > | 1 | 3 |
Rautenstrauch-Jost-Museum (Haus
der Kulturen)
| städtisch
| Sammlung von
Kulturobjekten und Kunst
außereuropäischer Völker
| Innenstadt
direkt am Neumarkt (neues Kulturzentrum)/ 50667,
Cäcilienstr. 29-33
| hervorragende
Inszenierung des
Eröffnungs-Parcours mit einem neuen Sammlungskonzept; sehr
informative Beschreibung der Bereiche; beeindruckende Architektur des
neuen Kulturzentrums | 2 | 1 |
Museum Schnütgen
| städtisch
| Sammlung vorwiegend
kirchlischer
Kunst
des Mittelalters (bis
zur frühen Neuzeit)
| Innenstadt
direkt am Neumarkt (neues Kulturzentrum)/ 50667,
Cäcilienstr. 29-33
| hochrangige Sammlung
dieser Kunstrichtung, neu
und bestens präsentierte in der Romanischen Kirche St.
Cäcilien und im Verbindungstrakt zum neuen
Kulturzentrum; sehr
informative Beschreibung der Bereiche
| 2 | 2 |
Museum Kolumba
| kirchlich
| Kunstmuseum des
Erzbistums Köln mit Kunst von der Spätantike bis
in
die
Gegenwart
| Innenstadt
Nähe Opernhaus/ 50667 Köln, Kolumbastr. 4
|
großzügige Gestaltung der Räume mit jährlich
wechselnder Ausstellung; hervorragende Präsentation mit
Einbeziehung einer bedeutenden Ausgrabung (Antike bis zum
Mittelalter); preisgekrönter
Kunstbau | 3
** | 1 |
Kölnisches Stadtmuseum
| städtisch
| Sammlung zur Geschichte
der Stadt
Köln vom Mittelalter bis
heute
| Innenstadt
Nähe Opernhaus/ 50667 Köln, Zeughausstr. 1-3
| reichhaltige Sammlung, aber eine
Übersicht zur 2000-jährigen Geschichte der Stadt von der Gründung an
(mit Hinweis
auf die Sammlung zur römischen Phase im RGM) fehlt; die
Inszenierung/ Präsentation der Sammlung müsste dringend überarbeitet
und auf ein heute
übliches Niveau gebracht werden. | 2 | 4 |
Museum für angewandte Kunst
| städtisch
| Sammlung europäischen
Kunsthandwerks vom
Mittelalter bis zur Gegenwart und eine Designsammlung
des 20./21. Jhdt. | Innenstadt
Nähe Dom und Hauptbahnhof/ 50667 Köln, An der Rechtsschule
| einziges
Kunstgewerbe-Museum in NRW und mit der Design-Sammlung europaweite
Alleinstellung
| . | . |
Museum für Ostasiatische Kunst
| städtisch
| Kunst aus China, Japan
und Korea vom 15. Jhdt v. Chr. bis 17. Jhdt. n. Chr. sowie
der Neuzeit
| westliche
Rand der Innenstadt am Aachener Weiher und Nähe Universität/ 50674,
Universitätsstr. 100 | bedeutende
Sammlung ostasiatischer Kunst
| 2 | 3 |
Archäologische Zone (unterirdisches
historisches Museum)
|
| Ausgrabungen
von der Römerzeit an aus 2000 Jahren Köln
| Innenstadt
am Rathaus und Alter Markt mit
Außenstellen, u. a. Ubier-Monument (Nähe Heumarkt)
| Museum in Planung (bereits
zugänglich das bestens präsentierte Praetorium und - leider derzeit nur
eingeschränkt
zugänglich - weitere Ausgrabungs-Objekte) | -
| 2 (Praetorium) |
*
nach individueller Meinung des Autors
**
jährlich wechselnde Ausstellung aus der Sammlung
>
Die
Fundstellen aus der römischen Epoche Kölns werden außer
im (zumindest hinsichtlich der Anzahl und Qualität des Exponate, leider
nicht hinsichtlich
der
musealen Gestaltung) hervorragenden Römisch-Germanischen Museumwerden
in
der Stadt weitestgehend versteckt.
Das
meistbesuchte Museum Kölns - das
Schokoladen-Museum - ist in dieser Favoritenliste nicht erwähnt, weil
es nicht in die
Gattung Kultur/Kunst-Museum einzuordnen ist. Gleichwohl ist es ein
sehenswertes Museum. Daneben bietet Köln zahlreiche weitere
Museen.
2.
ART Cologne und Cologne
Fine Art und Antiques
Der internationale Kunstmarkt "ART Cologne"
(1967 unter dem Namen "Kunstmarkt" gegründet) ist
- immer noch - Deutschlands bedeutendste Kunstmesse sowie die
älteste
und ehedem führende Kunstmesse für zeitgenössische Kunst
der Welt (KStA: "Auch
vom 28.10. bis 01.11.05 zeigten wieder 250 renommierte
Galerien
aus 22
Ländern - darunter führende ihrer Branche aus Europa und
Übersee - einen umfassenden Überblick
über das Kunstgeschehen des 20. u. 21. Jhdt."). Die "ART" hat
allerdings
mittlerweile längst harte Konkurrenz von anderen
bedeutenden
Kunstmessen in Basel, Berlin, London und Paris bekommen,
so dass
die frühere sehr große Ausstrahlungskraft der Kölner
Messe nachgelassen
hat.
Die inzwischen wohl bedeutendste Messe für zeitgenössische
Kunst ist die Art Basel.
Die 40. ART Cologne fand im Nov. 2006
statt.
2007 wechselte die ART erstmals auf
einen Frühjahrstermin (18. - 22.04.07). Bei der 43.
ART
Cologne
2009 unter dem neuen Direktor Daniel Hug zeigten
diesmal - mit der gewünschten zahlenmäßigen
Beschränkung
der Aussteller und einer Konzentration auf die eigene Stärke
-
184
Galerien aus 22 Ländern Kunst der Klassischen Moderne,
Kunst nach 1945 sowie moderne und zeitgenössische Kunst (insbes.
Malerei, Skulpturen und Installationen). Dies war nach Pressemeinung
ein neuer
Anfang in Richtung früherer Bedeutung der Ausstellung, der bei der
Ausstellung 2010 fortgesetzt wurde. Spätestens nach der
45. ART Cologne 2011
mit ca. 200 Galerien aus 21 Ländern ist man sich in der Kunstszene
einig, das die ART wieder im Aufwind ist und die Marktführerschaft in
Deutschland bestätigt hat. Nächster Termin:
18. - 22.02.2012
Die neue Messe "Cologne Fine Art und
Antiques" mit Alter
Kunst, Moderner Kunst, Angewandter Kunst und Design besteht seit 2007. Nächster Termin:
16. - 20.11.11
3. Kölner
Museen
3.1 Wallraf-Richartz-Museum
(WRM)
Das
städtische WRM ist das älteste Kölner Museum
und heute eine der bedeutendsten Gemäldegalerien Deutschlands
(aktueller Direktor: Dr. Andreas Blühm). Es
ist 1824 gegründet worden und war ab 1827 bis
1861 unter
dem Namen "Wallrafianum" im
sog. Kölnischen Hof (Quartier
der Kölner Erzbischöfe) untergebracht..
Die
Sammlung hatte
der Gelehrte und Sammler Ferdinand Franz
Wallraf 1818 der Stadt Köln vermacht. Zu
der Sammlung gehörte alles, was mit der Geschichte Kölns zusammenhing,
vor allem mittelalterliche Gemälde sowie Altertümer ab der
römischen Zeit und mittelalterliche Skulpturen. Der
erste eigenständige Museumsbau
ist am
01.07.1861
in zentraler Lage neben der Minoritenkirche in Dom-Nähe eröffnet worden
und verblieb dort bis 1943. Dieser Bau war
mittels einer
Stiftung des
Kaufmanns Johann
Heinrich
Richartz ermöglicht worden. Von 1957
bis 1986 war
das Museum in einem Neubau am früheren
Standort untergebracht, der heute für das Museum
für angewandte Kunst benutzt
wird. 1976 wurden die Gemälde der Neuzeit (ab 1900) in das
neugegründete Museum Ludwig
überführt. 1986
wurden beide Museen (WRM und ML) in den Neubaukomplex Philharmonie/Museum
Ludwig am
Dom verlegt. Die Altertümer aus der
Römerzeit waren schon früher in das Römisch-Germanische
Museum ausgelagert worden. Am 19.01.2001 ist der
heutige attraktiven Neubau für das WRM eröffneten worden (Adresse:
Obenmarspforten - gegenüber dem Rathausplatz -), ein Tuffstein-Kubus
des
Architekten Oswald Ungers, angelehnt an den Baukomplex mit der Ruine
von Alt St. Alban
und dem
Gürzenich und in unmittelbarer
Nachbarschaft zu Heumarkt/Alter Markt/Rathaus gelegen. Dort
wird
Europäische
Malerei
vom 13.
bis zum 19. Jhdt.
(vom Mittelalter bis zum Impressionismus)
präsentiert. Das WRM
feiert also 2011 seine 150.
Geburtstag als eigenständiges Haus!
Nach einer
umfangreichen
Schenkung des
Schweizer Sammler und Mäzens Gérard
J. Corboud
(* 18.
Mai
1925) kurz nach der
Neueröffnung im März 2001 (173 Gemälde)
heißt das Museum offiziell
"Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud". Mit der Sammlung der
Fondation
Corboud besitzt "Wallraf - das Museum" - wie das
WRM
neuerdings kurz genannt
wird - die "umfangreichste Sammlung der impressionistischen und
neo-impressionistischen Kunst in Deutschland" (Zitat WRM!). Leider kann
diese Sammlung derzeit
nicht komplett gezeigt werden; ein Anbau gegenüber dem Museum ist
in Vorbereitung (leider schon lange überfällig und mit
ungewissem Termin).
Das Museum besitzt u. a. eine der "wichtigsten
Sammlungen
mittelalterlicher Malerei weltweit" (Zitat WRM!) mit als
Höhepunkt Stefan
Lochners
"Muttergottes in der Rosenlaube", eine bedeutende Barock-Sammlung
mit vor allem Werken der bedeutendsten flämischen und
niederländischen Malern (mit u. a. dem berühmten
Rubensgemälde
"Juno und Argus" und dem berühmten Alters-Selbstbildnis von
Rembrandt) sowie eine umfangreiche Sammlung von Gemälden des 19.
Jhdt. (inkl. der Sammlung der Fondation Corboud - s. oben
-) mit Gemälden von fast allen prominenten Malern diese Kunstepoche.
Die Werke werden wie
folgt
präsentiert:
- in der 1. Etage
(Mittelalter-Abteilung)
Malerei des 13. bis 16. Jhdt.
- Gemälde aus der
berühmten
Kölner Malerschule (Altkölner Malerei) mit u. a. Werken von Stefan
Lochner
- italienische, niederländische und
deutsche
Malerei des 13. bis 16. Jhdt., - in der 2.
Etage
(Barock-Abteilung) Malerei des 17. bis 18. Jhdt.
- in mehreren
Räumen
flämische und
niederländische
Malerei mit u. a. Werken von Rubens und Rembrandt
-
italienische, spanische,
französische und deutsche Malerei
-
im Graphischen Kabinett
(Raum 10) kleinere Sonderausstellungen - in der 3.
Etage (19.-Jhdt.-Abteilung) Malerei und Skulpturen des 19.
und
Anfang 20.
Jhdt.
- Gemälde
der Romantik
sowie des
Realismus, Impressionismus
und
Neoimpressionismus, -
Sonderausstellungen
Zwischen 1000 und 1550
war
Köln eine Kunstmetropole von Rang. Vor allem von ca. 1350
bis 1550 hatte Köln eine künstlerisch
ungewöhnlich
fruchtbare Epoche mit der renommierten mittelalterlichen Kölner
Malerschule (Altkölner Malerei), mit der
in Köln eine eigene Ausprägung der Kunst geschaffen worden ist und mit
der Köln hinsichtlich Qualität und Quantität
der Gemälde eine Spitzenstellung eingenommen hatte. Hiermit ist
wohl
auch der heutige Ruf Kölns als Kulturmetropole
begründet worden. Zahlreiche
Werke aus dieser Phase sind in der 1. Etage ausgestellt. Die meisten
Maler, die sich damals als Handwerker verstanden, sind nur mittels
Kunstnamen identifizierbar.
Das neue Haus
ist an historischen Ort erbaut worden. Mit der Lage des Treppenhauses
wird
die
mittelalterliche Straße "In der Hohle", in der Stefan
Lochner lebte und arbeitete, nachempfunden. In dessen Haus lebte und arbeitete später Bartholomäus
Bruyn. In den nach Malerei-Epochen
der ständigen Sammlung sortierten drei Etagen ergeben sich
durch eine
intelligente Architektur mit
großen Fenstern unterschiedliche Blicke auf die Kölner
Altstadt mit Dom
und
Rathaus (insbes. mit einem Panorama-Fenster in der 3. Etage), die
dadurch quasi in die Ausstellung einbezogen wird.
2007 bis November 2008 wurden
die drei
OG des WRM mit
der ständigen Sammlung komplett neugestaltet. Die Gemälde
wurden chronologisch und thematisch neu aufgehängt, die
individuellen
Farben der einzelnen Räume folgen dieser Logik, in jedem Raum wird
das jeweilige Thema auf einer großen Tafel erläutert und an
vielen Gemälden ist neben Künstler und Titel eine
Erläuterung des Bildes zu lesen ... eine
hervorragend gelungene Runderneuerung (Zitat Kölner Stadtanzeiger)
der ständigen Sammlung
des Hauses mit einer strukturierten Präsentation, wie sie kaum ein Museum
sonst
aufweist. Besucher/innen haben so die Möglichkeit, an
den Werken einfach vorbeizuschlendern oder aber kunsthistorische
Studien zu
betreiben. Das Untergeschoss wird für die unterschiedlichsten
Sonderausstellungen jeweils individuell hergerichtet. Bei soviel Lob
bleibt nur zu kritisieren, dass bei der
letzten Neugestaltung (Mittelalterabteilung) nun auch die Museumsleute
des Wallraf oder zumindest diejenigen dieser Abteilung offenbar
meinten, den
Anglizismuswahn mitmachen zu müssen (mit Factory
als eines der Raumthemen sowie in den Gemälde- texten solch überflüssige
Anglizismen wie Fundraising
(Englisch-Wörterbuch
mitnehmen!), Like a
virgin, Comic
strips, A star is born u. a.), obwohl doch gerade
Kulturschaffende mit dem Kulturgut
Sprache sensibel umgehen sollten.
Einige der prominenten Maler mit
Werken in der
ständigen
Sammlung des WRM
-
1. Etage: Bartholomäus
Bruyn, Stefan Lochner
und weitere wichtige Meister der Kölner Malerschule
(Altkölner Malerei) sowie Albrecht Dürer.
- 2. Etage:
Paris Bordone, Francois
Boucher,
Canaletto,
Anthonis
van Dyck, Frans
Hals, Gerrit
van Honthorst, Pieter de
Hooch, Jacob
Jordaens, Jan Mostaert, Bartolomé Esteban Murillo,
Rembrandt,
Peter
Paul
Rubens,
van Ruisdahl, Frans Snyders, Jan
Steen, Giovanni Battista Tiépolo
und Tintoretto.
-
3. Etage: Karl Eduard Blechen, Arnold Böcklin, Gustace
Caillebotte,
Paul Cézanne, Lovis Corinth, Camille
Corot,
Gustave Courbet, Henri Edmond Cross,
James Ensor,
Caspar David Friedrich, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Wilhelm Leibl,
Max Liebermann, Edouard
Manet, Adolph Menzel, Claude
Monet, Edvard Munch, Auguste Renoir, Georges Seurat, Paul Signac, Max Slevogt, Alfred
Sisley und Frans von Stuck
Ausstellungen
Neben
der bedeutenden ständigen
Sammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt,
wie in den letzten Jahren u. a.
- 2001
"Miracle
de la coleur - Die Sammlung Corboud"
(08.09. - 16.12.01)
- 2002
"Wettstreit der
Künste" (25.05. - 25.08.02)
-
2003 "Richelieu" (01.02. - 04.05.03) und
"Kunst für Könige - Malerei in Dresden im 18. Jhdt."
(20.09.03 -
18.01.04)
-
2004 "Johan Barthold Jonkind - Ein
Wegbereiter
des Imprssionismus" (07.02. - 09.05.04)
-
2005 "Gillis Mostaert - ein Antwerpener
Maler zur Zeit der Bruegel-Dynastie" ( .01. - 24.04.05)
und im
Umfeld des katholischen 20.
Weltjugendtages 2005 in Köln eine hochkarätige
Ausstellung unter dem Titel "Ansichten
Christi - das Christusbild von
der
Antike bis zum 20. Jhdt." (01.07. - 02.10.05)
-
2006 "Die Blume Europas. Meisterwerke
aus dem Nationalmuseum in Breslau"(22.04. - 30.07.06) und
"Vom Adel
der Malerei. Holland um 1700"
(14.10.06 - 21.01.07)
-
2007 "Tierschau" (16.03.07 - 05.08.07),
"Hotel California.
Desiree Dolron
- Thomas Wrede" (07.09. - 18.11.07) und
"Die Idee und das Leben - Deutsche Meisterzeichnungen"
(30.11.07 -
27.01.08)
-
2008
"Impressionismus
- Wie das Licht auf die Leinwand kam" (29.02. - 22.06.08), "Rembrandt,
ein Jugendtraum. ... Die Sammlung Kremer (11.07. -
05.10.08), "Künstlerpaare
- Liebe, Kunst
und Leidenschaft"
(31.10.08
- 08.02.09), die
erfolgreichste Sonderausstellung im neuen
Haus
- 2009
- 2011 s. u.
Wallraf-Richartz-Museum/Fondation
Corboud
15
Favoriten
des Autors in der
ständigen Ausstellung:
"Mittelalter-Abteilung"
(1.
OG)
|
Stefan Lochner
"Muttergottes in der Rosenlaube" - neu präsentiert
- Stefan
Lochner "Weltgericht" Meister
des Marienlebens "Anna selbdritt und die Hl. Christopherus, Gereon
und Petrus"
Seit Nov. 2008 wird auch die hochrangige Mittelalter-Sammlung
unter dem Motto "Das neue Mittelalter" neu präsentiert. Auch diese
Neugestaltung ist hervorragend gelungen ... so wie diejenigen bei
den anderen beiden Abteilungen zuvor. |
"Barock-Abteilung"
(2. OG)
| Paris
Bordone "Bathseba im Bade" Francois
Boucher "Ruhendes Mädchen"
Rembrandt "Selbstbildnis" Peter Paul
Rubens "Juno und Argus" Peter
Paul Rubens "Die Stigmatation des Hl. Franziskus"
Frans
Snyders "Stillleben mit Geflügel und Wildbret" Jan Steen
"Samson und Delila" Die Sammlung der
Barock-Abteilung wird seit Nov. 2007 neugestaltet "in neuem
Glanz" (Zitat WRM!) präsentiert ... eine großartige
Verbesserung. |
"19.-Jhdt.-Abteilung"
(3. OG)
| Karl
Eduard Blechen "Grotte am Golf von Neapel" Henri
Edmond Cross "Die Lichtung"
Caspar
David Friedrich "Flussufer im Nebel" Vincent
van Gogh "Die Zugbrücke" Max
Liebermann "Die Rasenbleiche" Der große
Mittelsaal wird
seit 2007 unter dem Titel "Aufbruch zur Moderne" neugestaltet
präsentiert. Darüberhinaus ist die gesamte dritte
Etage mit ihrer umfangreichen Sammlung neu strukturiert
worden. |
Sonder-Ausstellungen
| Eine
der früheren
größeren SA (2005 anläßlich des Weltjugendtags in
Köln):
"Ansichten Christi - das Christusbild von der Antike bis zum 20.
Jhdt.",
vorbereitet
in Kooperation
Vatikan,
Erzbistum Köln und WRM
mit
u. a. Werken
von Michelangelo, Veronese, El Greco, Rubens, Elsheimer, Carracci,
Zurbarán, Picasso und Warhol sowie vielen frühchristlichen
Werken
wie
das
berühmte "Mandylion - Das wahre Antlitz Christi" aus Genua. Sonderausstellungen
2009/2010/2011:
"Der
Mond" (26.03. -
16.08.09) "Vincent
van Gogh:
Schuhe. Ein Bild zu Gast" (18.09.09 - 31.01.10) "Mit
Napoleon in
Ägypten. Die Zeichnungen des Jean-Baptiste Lepère"
(02.10.09 - 31.01.10)
"Liebermann
- Corinth -
Slevogt. Die Landschaften" (30.04. - 01.08.10) "Auf Leben
und Tod. Der
Mensch in Malerei und Fotografie" (17.09.10 - 09.01.11) "Alexandre
Cabanel. Die
Tradition des Schönen" (04.02. - 15.05.11) "Tat. Ort.
Museum"
(01.07. - 25.09.11)
aktuell: "Panoptikum
– Die
geheimen Schätze des Wallraf" mit Werken aus dem umfangreichen Depot
des Museums (21.10.11
- 22.01.12) "Wilhelm
Leibl und die Farbe Schwarz" (im Graphischen Kabinett) (25.11.11 -
12.02.12)
geplant: "Artisten der Linie. Hendrik
Goltzius und die Kunst der Graphik um 1900" (16.03. - 10.06.12) "1912 - Mission Moderne. die
Jahrhundertschau des Sonderbundes" (im 3. OG) (31.08. - 30.12.12). Die
sog. Sonderbundausstellung im Sommer 1912 in Köln verschaffte mit 577
Gemälden und 58 Skulpturen von 173 Künstlern einen Überblick über den
damaligen Stand der aktuellen Kunst. Gezeigt werden in der Ausstellung
über 100 Werke der damaligen Ausstellung.
|
|
Im
städtischen Museum Ludwig (aktueller Direktor: Prof. Kasper König - bis
Ende 2012 -), in dem 1986 eingeweihten
Kulturensemble Philharmonie/Museum Ludwig direkt an
Dom
und Hauptbahnhof untergebracht (Adresse:
Heinrich-Böll-Platz),
wird auf 8000 qm
Kunst des
20. Jhdt. und 21. Jhdt.
präsentiert. Nach
einer umfangreichen Schenkung des Sammler-Ehepaars Peter
und Irene
Ludwig
kam es 1976 zur Gründung des Museums als eigenständiges
Museum für die Moderne Kunst ab 1900. Es verblieb zusammen mit dem Wallraf-Richardz-Museum,
zu dem die Sammlung dieser Epoche bis dahin zugehörte,
zunächst in
dem Gebäude, in dem heute das Museum
für Angewandte Kunst
untergebracht ist,
bis es 1986 in den Neubau umzog.
Wichtigste
Abteilungen der ständigen Sammlung sind
- die Sammlung Picasso, mit
über 900 Werken
aller
Art die nach Barcelona und Paris drittgrößte
Picasso-Sammlung der Welt, die natürlich nicht immer
komplett
ausgestellt sein kann,
- die Sammlung des Kölner
Juristen
Josef
Haubrich (Deutscher Expressionismus, Neue
Sachlichkeit
und Kölner Progressive),
-
Russische Avantgarde mit einer der weltweit wichtigsten und
umfangreichsten Sammlung
dieser Kunstrichtung (über 800 Werken, die natürlich nicht immer
komplett
ausgestellt sein können),
-
Surrealismus,
-
Pop
Art mit der umfangreichsten Sammlung dieser
Kunstrichtung außerhalb der USA,
- Abstrakte Tendenzen,
aktuelle
Kunst ab
1960.
In dem großzügig
konzipierten Museum (mit u. a. zwei sehr großen Räumen
im 1. OG und UG für
großflächige Werke bei Ausstellungen) kann
der
Besucher
aufgrund der verspielten Architektur
mit Etagen und Halbetagen und vielen tollen Aussichten durch große
Fenster und von Terrassen auf den direkt gegenüber stehenden Dom
und den Rhein einen quasi
Gemälde-Wanderweg
abschreiten. Bis zu dem Umzug in sein neues Gebäude in 2001 war
in dem Gebäudekomplex am Dom auch das Wallraf-Richartz-
Museum mit untergebracht.
Die Werke des
ML werden wie folgt präsentiert (wobei sich je nach
aktuellem Ausstellungsprogramm diesbezüglich häufig Änderungen
ergeben):
- in der nördlichen
Geschossseite
die Sammlung
Haubrich (Expressionismus,
Neue
Sachlichkeit
und Kölner Progressive)
-
im der südlichen Geschossseite
die Sammlungen
Russische
Avantgarde, Picasso, Surrealismus
und Nouveaux Réalistes/
Fluxus sowie Sonderausstellungen
- in dem
großen Sonderausstellungs-Raum Ausstellungen mit
Großobjekten
- Sammlung
Abstrakte Tendenzen/aktuelle Kunst ab 1960
- Sammlung
Pop Art und Sonderaustellungen
- im Zwischengeschoss
(nahe Kassenbereich)
-
große Sonderausstellungen
sowie verteilt im
Gebäude weitere zumeist kleinere
Sonderausstellungen.
Übrigens lohnt es sich,
das
Museum häufiger aufzusuchen, da sich - im Zusammenhang mit
Ausstellungen oder weil präsentierte Werke gegen andere
ausgetauscht werden - die Aufhängung der ständigen Sammlung
häufig ändert. Somit gibt es im ML immer wieder neue
Kunsterlebnisse.
Die Sammlung
dieses Museums gilt als die wichtigste deutsche Sammlung der Modernen.
Das Museum wurde 1976 im Zusammenhang mit der Schenkung von ca. 350
Werken moderner
Kunst (Russische Avantgarde und Pop Art) durch das Sammlerehepaar Ludwig
an die Stadt Köln gegründet.
1994 und 2001 folgten zwei weitere umfangreiche Schenkungen des Ehepaar
Ludwigs mit Werken Picassos, womit
jetzt die komplette
Picasso-Sammlung der
Ludwigs im Bestand des ML ist (mit 180 Gemälden und
Skulpturen sowie 730 Grafiken die drittgrößte Picasso-Sammlung
der Welt). Nach dem Tode von
Irene
Ludwig erhielten 2011 die Museen Ludwig und Schnütgen aus
derem
Nachlass weitere sehr umfangreiche und wertvolle Schenkungen
(insges. jetzt über 500 Kunstwerke). In
die ständige Sammlung des ML integriert wurde die 1946 der Stadt geschenkte und
vormals
zum WRM gehörende Sammlung
des Kölner Juristen Dr.
Joseph Haubrich mit Werken des Expressionismus und
sonstiger
Richtungen der Klassischen Moderne als Basis für die
Sammlung zeitgenössischer Kunst. Auf diesen
Stifter
haben sich die namengebenden
Sammler Peter und Irene Ludwig bezogen.
Einige der vielen prominenten Maler mit Werken in der ständigen Sammlung
des ML
Max Beckmann,
Marc
Chagall, James Ensor, Alexej von Jawlensky, Wassily Kadinsky, Ernst Ludwig Kirchner,
Paul Klee,
Oskar
Kokoschka, Karl August
Macke, Franz
Marc, Henri
Matisse, Piet
Mondrian, Otto
Mueller und Emil Nolde (Expressionsmus und Abstraktion), Georges Braque und
Pablo Picasso (Kubismus),
Salvador Dali, Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Man Ray und Ives
Tanguy (Surrealismus), Otto Dix (Neue Sachlichkeit), Francis
Bacon, Willem de Kooning, Barnett Newman und Jackson Pollock
(Abstrakter
Expressionismus), Richard Hamilton, Jasper Johns,
Roy
Lichtenstein
und Andy Warhol (Pop Art)
sowie Georg Baselitz, Joseph Beuys, Yves Klein, Renato Guttuso, Gerhard
Richter (lebt in
Köln), Diether Roth, Sigmar Polke (lebte
in Köln, im Juni 2006 leider verstorben) und Jörg
Immendorff (Postmoderne).
Ausstellungen
Neben
der bedeutenden ständigen
Sammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.
Von 01.11.01 bis
28.04.02 fand nach der weiteren Schenkung des Sammler-Ehepaars Ludwig
als
herausragende Sonderausstellung
in diesem Museum die Ausstellung "526-mal Picasso" mit 526
Gemälden
und Zeichnungen dieses Künstlers statt. Ein besonderes Ereignis
war eine
Ausstellung vom
13.03. bis 11.07.2004. Während dieses Zeitraums
hatten das ML und das Lenbach-Haus München vorübergehend ihre
jeweils
bedeutenden Sammlungen "Picasso" und "Blaue Reiter"
getauscht; in
Köln war demgemäß mit großem Publikumszuspruch
die
Sonderausstellung
"Der Blauer Reiter" zu sehen. Vom 09.10.04 bis
09.01.2005
war die von noch mehr
Kunstfreunden besuchte Ausstellung "Edward Hopper" mit Werken dieses
bedeutenden amerikanischen Malers (Neue
Sachlichkeit)
zu besichtigen.
Weitere größere
SA in den letzten Jahren u. a.
-
2002 "Museum unserer Wünsche"
(01.11.01 - 28.04.02)
-
2003 "Richard Hamilton-Introspektive"
(12.07. -
09.11.03)
-
2004 "Eine
Dieter Roth-Retrospektive" (18.10.03 - 11.01.04)
-
2005 "Beckmann - Léger. Unerwartete
Begegnungen" (21.05. - 28.08.05)
-
2006 "Salvador Dali
-
La Gare de Perpignan" über das Lebenswerk dieses Surrealisten
unter Einbeziehung seines im ML ständig
ausgestellten
berühmten Werkes
dieses Namens (18.03. - 25.06.06) und "Das achte Feld -
Geschlechter, Leben und Begierden in der Kunst
seit 1960" (19.08. - 12.11.06)
-
2007 "Paul
Klee - Kein Tag
ohne Linie" (09.12.06
-
04.03.07), "Pierre Klossowsky. Gespräche ohne Worte" (22.12.06
- 18.03.07) und gut
besucht "Balthus.
Aufgehobene
Zeit" (18.08. - 04.11.07) sowie "Gerhard Richter - Zufall.
4900 Farben
und
Entwürfe zum Kölner Domfenster
(25.08.07 - 13.01.08)
- 2008,
2009 und 2010 s. u.
Daneben gibt es laufend
kleinere Ausstellungen.
Museum
Ludwig
15
Favoriten des Autors in der ständigen Ausstellung:
| Klassische Moderne (ab
ca. 1900)
| Salvadore Dali "Der
Bahnhof von Perpignan" Max
Ernst "Muschelblumen"
Max Ernst "Heuschreckenlied an den Mond" Ernst
Ludwig Kirchner "Eine Künstlergemeinschaft"
Karl August Macke "Dame in grüner Jacke" René
Magritte "Die Riesin" Piet
Mondrian "Tableau I" Yves
Tanguy "Aus der Bläue kommend" Richard
Oelze "Wachsende Stille" Pablo
Picasso "Harlekin mit gefalteten Händen"
|
| Kunst der Gegenwart (ab
1945)
| Renato
Guttuso "Café Greco"
Paul Klee
"Hauptweg und Nebenwege"
Yves Klein "Monochrome bleu" Gerhard
Richter "Ema
- Akt auf einer Treppe" Barnett
Newman "Midnight Blue"
|
Sonder-Ausstellungen
| größere
Sonder-Ausstellungen
2008/2009/2010: "Piet Mondrian - vom
Abbild zum Bild" (14.12.07 - 30.03.08)
"köln
progressiv 1920-33 -
seiwert-hoerle-arntz (15.03. - 13.07.08) "Paula Modersohn-Becker und
die
ägyptischen Mumienportraits" (15.03. - 15.06.08)
"Gerhard
Richter - Abstrakte Bilder" (18.10.08 -
01.02.09) -
eine Ausstellung des in
Köln wohnenden Künstlers in seinem "Heimat-Museum" -
"Maria
Lassnig. Im
Möglichkeitsspiegel " (14.03. - 14.06.09) "Christopher
Wool. Porto-Köln" (21.04. - 12.07.09) "Sigmar
Polke. Die
Editionen" (04.07. - 27.09.09) "Roy Lichtenstein.
Kunst als Motiv" (02.07 - 17.10.10) "La Boheme. Die Inszenierung
des Künstlers in Fotografien des 19.
und 20. Jhdt." (25.09.10 - 09.01.11) "Lucie
Mc Kenzie. Die Editionen" (10.12.10. - 31.10.11)
eine Projektreihe:
Projektreihe
"Russische Avantgarde" unter Verwendung der goßen
ML-Sammlung mit Teil 1
"Eine
Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack. Der Kubofuturismus und der
Aufbruch der Moderne in Russland" (26.05.09 - 03.01.10)
Teil 2
"Kasimir
Malewitsch und der Suprematismus" ( 05.02.10 - 20.02.11)
(weitere Teile folgen) aktuelle
Ausstellungen u. a.: "Ichundichundich.
Picasso im Fotoportrait" (24. 09.11 – 15. 01.12) "Im
Andenken an Irene Ludwig" (29.11.11 - 24.06.12) "Vor
dem Gesetz. Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der
Gewgenwartskunst" (17.12.11 – 22. 04.12)
geplante
Ausstellungen:
|
|
3.3 Römisch-Germanisches
Museum und Archäologische Zone
3.3.1 Römisch-Germanisches
Museum (RGM)
In dem
direkt am Dom und
Hauptbahnhof gelegenen städtischen
RGM ("Rom am Dom") (kommissarischer Direktor: Dr.
Marcus Trier; Adresse: Roncalliplatz 4)
sind
archäologische Exponate
von
der Urgeschichte
bis zum frühen Mittelalter
mit
insbes. Sammlungen aus
- der
europäischen und rheinischen Urgeschichte
- der
Antike
und der Völkerwanderungszeit (vorwiegend Schmuck)
- der
römischen Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte Kölns
- der
fränkischen Zeit des frühen Mittelalters in Köln und im
Rheinland
ausgestellt (siehe auch
Seite
Kölner Denkmäler).
Daneben gibt's auch in diesem Museum häufig Sonderausstellungen.
Das Museum
ist hervorgegangen aus einer Sammlung römischer Altertümer
des Gelehrten
und Sammlers
Ferdinand
Franz Wallraf
aus der Römischen Abteilung des 1861 eröffneten Wallraf-Richartz-Museum.
Es ist 1961 eröffnet
worden und zwar zunächst im Dombunker untergebracht. 1974 ist der
Neubau direkt am Dom eröffnet
worden.
Er bildet die Fläche und Größe einer
römische Villa an der Nord-Ost-Ecke des Römische
Köln mit dem berühmten Dionysos-Mosaik des Speisesaals
nach.
Die ständige Sammlung enthält insbes. Funde
aus der
Epoche des Römischen Köln,
aber auch aus der rheinischen Urgeschichte und dem frühen
Mittelalter, wie
- das Dionysos-Mosaik, der Fußboden eines
Speisesaals
aus dem frühen 3. Jhdt. (um 220), über dessen
Originalfundstelle das Museum erbaut worden ist
- ein
großes 14 m hohes Grabmonument - das Grab des Legionärs
Poblicius - (um 40 n. Chr.), das am Chlodwigplatz gefunden
worden war
- viele
Exponate von opulenten Gräbern und Grabmonumenten sowie
der Stadttore aus
der
Römerzeit
- viele
Portraitbüsten (u. a. des Herrscherpaares Augustus/Livia und der
Vipsania Agrippina der Älteren)
- die
weltweit
größte Sammlung römischer Glasgefäße (mit u. a. einem Diatretbecher
mit einem filigranartigen farbigen Netzwerk, das in virtuoser
Technik aus der
Glasmasse geschliffen ist - um 330 n. Chr. -). und
Tonwaren
- eine
Kollektion
römischen und frühmittelalterlichen Schmucks
- fränkische Funde.
Römisch-Germanisches
Museum
letzte
größere Sonderausstellungen: "Das
Colosseum" (2006) "Die
Trajansmärkte in
Rom" (Foto-Ausstellung 20.04. - 15.07.07) "Unterweltsbilder.
Fotographien zur
U-Bahn-Archäologie in Köln" (07.12.07
- 30.03.08) im
Zusammenhang mit dem z. Z. größten
archäologischen Projekt in Europa
"Echnaton und Armana: Wohnen im Diesseits" (31.05. - 09.11.08) "Europa
brennt - Kunst der Völkerwanderungszeit" (19.06. - 17.01.10)
"Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen" (19.03. -
02.01.11) "Divitia
- Deutz" (18.03. - 24.07.11) "Ägyptische
Gärten" (28.05. - 06.11.11)
aktuelle
Austellungen u. a.:
geplante
Austellung: "Die
Rückkehr der Götter" (13.
01. – 26. 08.12)
|
|
Als Außenstellen
gehören zu dem Museum
- eine römische Grabkammer
aus dem 2. Jhdt. an der früheren römischen Fernstraße nach
Westen (heutige
Aachener Str.) in
Köln-Weiden, Aachener Str. 1328
-
eine
römisch-fränkische Grabanlage unter St. Severin in der
Kölner Südstadt
- Teile der römischen Stadtmauer
(mit dem
"Römerturm")
<<<
Fotos aus dem Inneren des Museums entfernt! >>> *
* Die
Veröffentlichung der privaten Fotos auf dieser
privaten nichtkommerziellen Homepage
wurde
vom Direktor
des Römisch-Germanischen Museums
auf Anfrage leider ohne nähere Begründung
nicht erlaubt!
3.3.2
Archäologische Zone
Im Herzen der
Domstadt, dem Rathaus-Areal (an der Straße Unter
Goldschmied), ist ein herausragendes
Kultur-Projekt in der
Planung: die
Archäologische Zone - ein unterirdisches
historisches
Museum. Hiermit
sollen im Zuge der
Regionale
2010 unterirdische
und zum
Teil
begehbare Ausgrabungen aus der römischen, der fränkischen,
der frühchristlichen und spätmittelalterlichen Epoche
Kölns (inkl. des
bereits
jetzt zugänglichen Praetorium) und damit die
2000-jährige
Geschichte der Stadt erlebbar gemacht werden (Fertigstellung
frühestens 2013).
Dieses Projekt sollte mit
dem Bau eines Hauses
und Museums der
jüdischen Kultur auf
historischem
Gelände, nämlich dem alten Judenviertel (mit
Integration der
bereits jetzt zugänglichen Mikwe und den Ausgrabungen der
mittelalterlichen Synagoge) gekoppelt
werden.
Nachdem dessen Finanzierung gescheitert ist, ist nun eine andere
Version eines Geschichts-Museums in der Planung: "Archäologische
Zone/Jüdisches Museum", wobei für den Anteil Jüdisches
Museum noch die Finanzierung ungesichert ist.. Die
Ausgrabungen auf
dem Rathausplatz sind in vollem Gange.
Bereits jetzt
zugängliche Exponate dieser Archäologischen Zone sind
- die umfangreichen
Ausgrabungen des Praetoriums , dem Palast des
römischen Statthalters Niedergermaniens, erbaut in 4 Stufen
ab dem 1. bis zum 4. Jhdt. n. Chr., (unterhalb
des Spanischen Baus des Rathauses; Eingang in der Kleinen Budengasse
in
Nähe
des Doms) (im Herbst 2004
mit verbesserter Präsentation neu eröffnet!)
-
ein Teilstück
eines römischen Abwasserkanals (zugänglich vom Praetorium
aus)
-
die Mikwe,
ein mittelalterliches jüdisches Kultbad aus um 1170 (auf dem
Rathausplatz; derzeit nur zugänglich bei Führungen
oder über Abholung
des Schlüssels
an der Kasse des Praetoriums)
-
Ausgrabungen unter
dem historischen Rathaus mit einem Porticus
(derzeit nur bei Führungen
zugänglich)
- als
Außenstelle
das Ubier-Monument (An der Malzmühle 1 in Nähe
Heumarkt/Ecke Mühlenbach; zur Zeit leider nur
zugänglich bei
Führungen
und
für angemeldete Gruppen)
Nähere Informationen siehe
Info-Seite der Archäologischen
Zone.
3.4 Museum
Schnütgen
Das
städtische Museum Schnütgen (kommissarische Direktorin: Dr.
Dagmar Täube; Adresse:
Cäcilienstr.
29-33) nutzt
die Romanische
Kirche St.
Cäcilien - in Nähe des Neumarkt
gelegen - und seit 22.10.2010 einen Teil des neuen
Kulturzentrums am
Neumarkt zur Präsentation von hochrangigen Exponaten der
Kunst
des Mittelalters (bis
zur frühen Neuzeit)
mit
vorwiegend kirchlichen und auch profanen Schätzen von
internationalem Rang aus
über 8 Jahrhunderten. Die Sammlung spiegelt wieder, dass der
christliche Glaube im Mittelalter das Weltbild viel stärker bestimmte
als heute und soll eine Vorstellung vom mittellalterlichen religiösen
Leben vermitteln. Das
Museum gehört mit seinen Kunstwerken zu den weltweit
führenden Museen für mittelalterliche Kunst. Nach
einer
Renovierung im Frühjahr 2003 wurde die
Sammlung
in dem romanischen Kirchenraum deutlich besser präsentiert. Im Oktober 2010 ist das
Museum
mittels des am Neumarkt
entstandenen neuen
Kulturzentrums erweitert und neu eröffnet worden (Eröffnung
des neuen
Kulturzentrums mit Rautenstrauch-Jost-Museum
+ Erweiterung des Museum Schnütgen am 22.10.10). Damit können nun viele
vorher nicht präsentierbaren Schätze des reichhaltigen
Bestands ausgestellt werden. Zitat des Museums zum neuen
Museum Schnütgen:
"Erleben
sie die Kunst des Mittelalters und begeben Sie sich auf die Suche nach
den
Wurzeln der christlichen Kunst und Kultur: im neuen Erweiterungsbau, im
Bibliotheksbau der 50er Jahre (Anbau an die Kirche), im neuen
Cäciliengarten und im Herzstück des Museums, der romanischen
Cäcilienkirche."
Die
neue
Präsentation zeigt u. a.
- Steinskulpturen
ab dem 8. Jhdt. und insbes. aus der Zeit der Romanik und Gotik (12. -
15.Jhdt.) (Steinskulpturen waren im Mittelalter Abbild des
himmlischen Jerusalem), u. a.
das Original-Tympanon von St. Cäcilien (ca. 1160)
- eine
der
europaweit bedeutensten Sammlungen mit Glasmalereien
vom 13. - 16. Jhdt. mit vor allem Arbeiten aus der Kölner Blütezeit
dieser Kunst (im neuen
Erweiterungsbau = Durchgang vom Kulturzentrum/RJM), u. a. "Anbetung der
Könige" aus der ehemaligen Ratskapelle (1474) und Elemente der
Glasmalereien aus dem Klosten Altenberg
- Holzsskulpturen
ab dem 10. Jhdt., u. a. Christusfigur aus St. Georg (11.
Jhdt.)
- Metallarbeiten
aus Gold Silber und Bronze
- Elfenbeinarbeiten
ab dem 9. Jhdt., u. a. Kamm des Hl. Heribert (um 850 - 900) und ein
Momento Mori aus der Schweiz (um 1520)
- eine der
weltweit bedeutendsten Sammlungen der religiösen
Textilkunst, von der bisher aus Platzgründen nichts gezeigt werden
konnte (im Kirchenanbau)
Alexander Schnütgen
hatte
1906 seine ca. 6.500 Stücke
umfassende
Kunstsammlung der Stadt Köln gestiftet, die seit
1910 als
"Sammlung Schnütgen" (seit 2001 "Museum Schnütgen")
ausgestellt
wird.
Heute gehören über 13000 Exponate zur Sammlung des Museums.
Zwischen
1000 und 1550 war Köln eine Kunstmetropole von
Rang, wie
auch eine Ausstellung im Museum Schnütgen "Glanz und Größe des
Mittelalters - Kölner
Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt" (04.11.11. - 26.02.12)
zeigt. Zahlreiche
Objekte aus dieser glanzvollen Zeit sind in der ständigen Sammlung de
Museums Schnütgen ausgestellt. Vor allem von ca. 1350
bis 1550 hatte Köln eine künstlerisch
ungewöhnlich
fruchtbare Epoche mit der renommierten mittelalterlichen Kölner
Malerschule, mit der
in Köln eine eigene Ausprägung der Kunst geschaffen worden ist und mit
der Köln hinsichtlich Qualität und Quantität
der Gemälde eine Spitzenstellung eingenommen hatte. Viele Gemälde
dieser Epoche sind im WRM
ausgestellt.
Museum
Schnütgen
letzte
größere
Sonderaustellung:
"Rheinische
Glasmalerei. Meisterwerke der Renaissance" (bis 29.07.07) mit ca. 120 kostbaren
Werken
aus Kölner Werkstätten des 16. Jhdt
(zumeist Leihgaben aus
England)
aktuelle Ausstellung:
"Glanz
und Größe des Mittelalters - Kölner Meisterwerke aus den großen
Sammlungen der Welt" (04.11.11 - 26.02.12) (laut Kunstkritik
"die
beste Ausstellung in 2011 in NRW")
Auszug
aus der Info des Museums: "In
seiner Blütezeit von 1000 bis 1550 gehörte Köln zu den führenden
Kunstzentren Europas. Heute sind die Meisterwerke aus dieser
Schaffenszeit über die großen Museen der Welt verteilt. Doch nun kehren
rund 150 Spitzenstücke u. a. aus Berlin, London, Paris, Philadelphia,
New York, Cleveland, Washington, Detroit, Chicago und Los Angeles an
den Rhein zurück. Aber nur für kurze Zeit: In einer hochkarätigen
Sonderschau zeigt das Museum Schnütgen große Kunst aus Kölns besten
Jahrhunderten. ..."
3.5
Rautenstrauch-Jost-Museum
(RJM)
Das städtische
Rautenstrauch-Joest-Museum
(kommissarischer
Direktor: Prof.
Dr. Klaus Schneider; Adresse: Cäcilienstr. 29-33),
das
"Haus der Kulturen der Welt", ist mit
einer
Sammlung von Kulturobjekten und Kunst
außereuropäischer Völker
in Nachfolge des
früheren Museums für Völkerkunde (am Ubierring 45 in der
Kölner Südstadt) am 22.10.10 im neuen
Kulturzentrum am Neumarkt neu eröffnet worden. Mit der
Fertigstellung des neuen Kulturzentrums
(Rautenstrauch-Jost-Museum + Erweiterung des
Museum
Schnütgen)
können im RJM auf 3600 qm deutlich mehr
Objekte aus der Sammlung mit einem Bestand von ca.
65.000
ethnografischen Objekten aus Asien, Amerika,
Afrika und Ozeanien als bisher
gezeigt werden. Dieses neugestaltete Museum verfolgt unter den
ethnologischen Museen (Völkerkunde-Museen)
einen neuen Weg. Seine Sammlungen sind nicht mehr nach
Erdteilen
strukturiert, sondern nach Themen sortiert. Damit ist es
(zusammen
mit nur einem anderen Museum) einzigartig unter den ethnologischen
Museen
in der Welt
und ein bedeutendes Völkerkundemuseum in Deutschland.
Die hervorragende neue Konzeption und Präsentation der Objekte zeigt
bereits Wirkung; Anfang 2011 hatte das Museum die höchsten
Besucherzahlen der städtischen Museen Kölns.
Der Eröffnungs-Parcour
der Ständigen Ausstellung mit ca. 2000 Objekten steht unter dem Motto "Der
Mensch in
seinen Welten". Unter
den beiden Themen-Komplexen "Die Welt erfassen" und "Die Welt
gestalten" werden kontinentübergreifende Themen wie u. a. Begegnungen
und Aneignung, Vorurteile,
Kunst der Völker, Lebensformen/Wohnen, Kleidung/Schmuck, Tod/Jenseits,
Religionen und Rituale behandelt.
Das Museum benennt in diesem Parcour 40 Höhepunkte. Besonders zu
erwähnen aus subjektiver Sicht des Autors:
- ein großer Reisspeicher aus
Sulawesi (das Wahrzeichen des Museums, das die Besucher gleich in der
Eingangshalle empfängt)
- ein großer Yam-Speicher aus
der Masim-Region (Neu-Guinea) im Bereich 6 ("Die Welt in
Vitrinen: Museum")
- viele wertvolle Skulpturen im
Bereich 7 ("Ansichtssachen?!: Kunst")
- eine Tuareg-Behausung aus
Nord-Afrika im Bereich 9 ("Lebensräume - Lebensformen: Wohnen")
- ein Federmantel eines
Herrschers aus Hawaii im Bereich 10 ("Der Körper als Bühne: Kleidung
und Schmuck")
- Darstellung von
Bestattungs-Ritualen in Bali im Bereich 11 ("Der inszenierte Abschied:
Tod und Jenseits")
- viele wertvolle religiöse
Skulpturen im Bereich 12 ("Vielfalt des Glaubens: Religionen")
- viele wertvolle Masken sowie
Darstellung des Barong/Rangda-Rituals in Bali im Bereich 13
("Zwischenwelten: Rituale")
Adele
Rautenstrauch
hatte die umfangreiche Sammlung völkerkundlicher
Gegenstände ihres
Bruders Wilhelm
Joest 1899 der Stadt Köln geschenkt. Hieraus
ist das 1906
gegründete Rautenstrauch-Joest-Museum
für Völkerkunde entstanden. 1918 enthielt die Sammlung bereit über
33400 Objekte.
erste Ausstellung
(zusätzlich zum Eröffnungs-Parcour!):
"Afropolis.
Stadt, Medien, Kunst" (04.11.10 - 13.03.11)
letze
Austellung:
"Lawrenz
von Arabien - Genese eines Mythos" (30.04. - 11.09.11)
neues
Kulturzentrum
am Neumarkt
(Modell)
| Kulturzentrum
Neumarkt (Rautenstrauch-Jost-Museum und Museum
Schnütgen) | Kulturzentrum
am
Neumarkt |
Kulturzentrum Neumarkt (Rautenstrauch-Jost-Museum und Museum
Schnütgen) |

|  |  | . |
Das Kulturzentrum
am Neumarkt
(am
Ort des zwischenzeitlich
berühmt-berüchtigten "Kölner
Loch")
war eines
der bedeutendsten europäischen
Kulturbauprojekte
in jüngster Zeit.
Hier hat das
Rautenstrauch-Joest-Museum
eine neue
Bleibe gefunden und ist das benachbarte Museum
Schnütgen erweitert
worden. Mit
diesem Neubau
- verbunden mit einer mit einer beeindruckenden Inszenierung im
RJ-Museum und der Erweiterung des Museum Schnütgen - ist ein
großartiger neuer Höhepunkt in der schon vorher reichhaltigen
Kölner Museumslandschaft entstanden.
3.6
Museum
Kolumba
"Kolumba"
heißt das neue Kunst Kunstmuseum des Erzbistums mit
einer Präsentation von
Kunst von der Spätantike bis
in
die
Gegenwart
mit
u. a. romanischen Skulpturen, mittelalterlicher Tafelmalerei, modernen
Rauminstallationen und moderner Malerei.
Für dieses Museum
(Kolumbastr. 4), zwischen Dom und Opernhaus gelegen, ist
ein
architektonisch äußerst attraktiver Neubau erstellt
worden (Architekt:
Peter Zumthor; Einweihung
15.09.07), in den zwei historische Bauwerke, nämlich die
Kriegsruine
der mittelalterlichen Pfarrkirche
St. Kolumba und die separat
zugängliche
kleine Nachkriegs-Kapelle
"Madonna in den Trümmern"
(Architekt: Gottfried Böhm), integriert sind. Die Ausgrabung mit
Resten von römischer Wohnbebauung (2. - 4. Jhdt.) sowie der ersten
karolingischen Kirche (9. Jhdt.), der romanischen
Kirche St. Kolumba (11. Jhdt.) und des fünfschiffigen gotischen
Neubaus dieser Kirche (um
1500) ist eine
der
bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen Kölns. Sie ist innerhalb des Museums zu besichtigen ist.
Das Museum wechselt
jährlich
im September die Ausstellung und stellt sie unter ein
Thema, bei dem bis auf wenige Außnahmen die ausgestellten Objekt
ausgetauscht werden. Die
Eröffnungsausstellung 07/08 stand unter dem Motto "Der
unendliche
Raum dehnt sich aus". Die folgenden
Ausstellungen hatten folgende Themen: 08/09 "Der
Mensch verläßt die
Erde", 09/10 "Hinterlassenschaften"
und 10/11 "Noli me tangere! - Berührte mich
nicht/Halte
mich
nicht fest". Aktuell
läuft bis 31.08.2012 die 5. Jahres-Ausstellung: "denken"
Dieser
Neubau löste das alte Diözesan-Museum am
Dom ab. Zitat aus dem Internet-Auftritt des neuen Museums: "Ein
Dreiklang von
Ort, Sammlung und Architektur. Zweitausend Jahre abendländischer
Kultur sind in einem Haus zu erleben. In der Kunst mit Werken der
Spätantike bis zur Gegenwart. In der Architektur im Zusammenwirken
der Kriegsruine der spätgotischen Kirche St. Kolumba, der Kapelle
"Madonna in den Trümmern" (1950), der einzigartigen
archäologischen Ausgrabung (1973-1976) und dem Neubau nach dem
Entwurf des Schweizers Peter Zumthor." Peter
Zumthor und das Erzbistum Köln erhielten für das Kolumba den
1. Preis 2008 des hochangesehenen Preises für Architektur in
Deutschland des Deutschen Architektur-Museums Frankfurt. Zitat der Jury
u. a.: "Architektur
und Kunstwerke sind zu einer traumhaften, ebenso unkonventionellen wie
unspektakulären Einheit verschmolzen. Man möchte
wiederkommen, immer wieder." (zu
Auszeichnungen s.
auch unter www.kolumba.de).
 |  |  |  Blick
aus dem Museum |
 |  |  |  Ruinenteil St.Kolumba |
Kolumba
3.7 Weitere
Museen und Ausstellungsstätten:
- städtisches
Museum
für angewandte Kunst Köln (MAKK -
Kunst und Design) mit einer
Präsentation des europäischen Kunsthandwerks vom
Mittelalter bis zur Gegenwart und einer Designsammlung
des 20./21. Jhdt. - Designsammlung seit 01.11.08 neu
präsentiert - sowie mit Sammlungen aus den Bereichen Grafik, Mode und
Fotografie (Straße An der Rechtsschule
in Nähe Dom und WDR)
Ausstellungen: 2011 mit dem
Themen-Schwerpunkt Design, 2012 mit demThemen-Schwerpunkt
Architektur- städtisches
Museum
für ostasiatische Kunst (MOK) mit
Kunst aus China, Japan und Korea vom 15. Jhdt v. Chr. bis 17.
Jhdt. n. Chr. sowie der Neuzeit (Universitätsstraße 100 im inneren
Grüngürtel am Rande Kölner
Innenstadt in
Nähe Aachener Str.), in dessen
unmittelbarer
Nachbarschaft sich das einzige japanische
Kulturinstitut in Deutschland befindet,
dessen Aufgabe das
Vorstellen der japanischen Kultur ist. Das Museum für
ostasiatische Kunst ist 1909 als erstes seiner Art in
Deutschland
gegründet worden. Es zeigt eine herausragende Sammlung,
die nur mit derjenigen des Museums für
ostasiatische Kunst in Berlin vergleichbar ist.
letzte
Austellungen: "Das Herz der
Erleuchtung. Buddhistische Kunst aus China (550-600)"
(17.10.09 - 10.01.10)
"Bhutan
- Heilige Kunst aus dem Himalaya" (20.02. - 23.05.10)
"Der perfekte Pinsel.
Chinesische Malerei 1300 - 1900" (16.10.10 -
27.02.11)
"Entdeckung
Korea! Schätze aus deutschen Museen" (26.03. - 17.07.11)
aktuelle
Ausstellung:
"Goldene Impressionen - japanische Malerei 1400 - 1900"
(29.10.11 - 15.04.12)
- städtisches
Kölnisches
Stadt-Museum
mit einer Ausstellung
zur
Geschichte der Stadt vom Mittelalter bis
heute im
mittelalterlichen
Zeugheus, das auf den
Mauern von Resten der römischen
Stadtmauer steht (Zeughausstraße 1-3 in
Nähe des Opernhauses und des
Doms)
letzte
Austellungen:
"Köln
13 Uhr 58. Geborgene Schätze aus dem Historischen Archiv" (03.10 -
21.11.10), eine hervorragende Dokumentation zu
geborgenen Archivalien und deren Restaurierung. Glückwunsch!
"Der kolossale Geselle.
Ansichten
des Kölner Dom bis 1842" (10.12.01 - 05.03.11)
"Made
in cologne - Kölner Marken für die Welt" (10.06. - 11.09.11)
aktuelle
Ausstellung:
"drunter
und drüber. Der Waidmarkt. Orte Kölner Geschichte" (08.10.11 -18.02.12)
geplante
Ausstellung:
"Zur
Sache Schätzchen! Raritäten aus dem Depot" (17. 03. – 10. 06.12)
- städtischer
Austellungsraum artothek
für Ausstellungen
ausgeliehener Werke zeitgenössischer Kunst (in einem Bürgerhaus aus
dem 15. Jhdt., Am Hof 50 in Nähe des
Doms)
- Dom-Schatzkammer
(im
Dom-Untergeschoss), in der auf 3 Etagen in
historischen Räumen mit Resten der Römischen
Stadtmauer eine große Zahl
wertvoller
Kirchenschätze und christliche Kunst vom 4. bis 20.
Jhdt. ausgestellt sind: u.
a. der
Petrusstab, Teile
der Petruskette, fränkische Grabfunde (6. Jhdt.), der barocke Schrein
des Erzbischofs Engelhardt (1633) - früher im Dom
ausgestellt -, viele Reliquiare, die Originalfiguren vom Petersportal
im Südturm (1360), ein gotischer
Bischofsstab (um1322), mittelalterliche Skulpturen
(u. a. der Hl. Katharina vom Hochaltar; um 1310), der
originale
Holzkern des Dreikönigen-Schreins und vieles
mehr.
aktuelle
Ausstellung:
"Himmlischer Glanz" (bis Jan.
2013)- Käthe-Kollwitz-Museum
(in
Trägerschaft der
Kreissparkasse Köln) mit der
international größten Sammlung dieser Künstlerin
(Zeichnungen,
Druckgraphik, Bronzeplastiken, bedeutende Einzelwerke) (Neumarkt 18-24)
letzte
Ausstellung: „Paris
bezauberte
mich." Käthe Kollwitz und die französische Moderne (29. 10.
10 - 16. 01. 11)
- Deutsches Sport- und
Olympia-Museum
mit einer Sammlung
aus der
nationalen,
internationalen und olympischen
Sportgeschichte (Im Zollhafen 1 am Rheinauhafen
in Nähe Heumarkt)
- Geldgeschichtliches Museum
der
Kreissparkasse Köln mit einer Ausstellung zur Weltgeschichte des
Geldes mit ca. 2000 Exponaten, die
zugleich anhand der Geldgeschichte
einen kurzen Überblick über die europäische und deutsche
Geschichte ab der griechischen Antike
bietet (Neumarkt
18-24; Kassenhalle); siehe auch den Internet-Auftritt des Museum
letzte
Fenster-Ausstellung:
"Faszination Himalaya ..."
(bis Ende März 2011)
aktuelle
Fenster-Ausstellung:
"Schneller, höher, weiter…
Sport auf Münzen und Medaillen von der Antike bis zurGegenwart"
(01.0411 - Ende 2011)
- städtisches
NS-Dokumentationszentrum
in der Gedenkstätte "Ehemaliges Gestapogefängnis" mit der
Dauerausstellung "Köln im Nationalsozialismus",
das 1988
von der Stadt Köln eingerichtet worden ist und sich im Laufe der Zeit
zur bundesweit größten lokalen Gedenkstätte für die Opfer des
Nationalsozialismus entwickelt hat (ehemaliges EL-DE-Haus,
Appellhofplatz 23-25, in
Nähe des Opernhauses)
- Skulpturenpark
Köln mit wechselnden
Präsentationen
moderner
Großskulpturen - aktuell:
KölnSkulptur 6 - (im Stadtteil Köln-Riehl
in
unmittelbarer Nähe des Zoos; Eingang an der Riehler Str.)
- Imhoff-Stollwerck-Museum
("Schokoladen-Museum")
(Am Schokoladenmuseum 1a in
Nähe Heumarkt am Rheinauhafen) - übrigens
das meistbesuchte Museum Kölns! -
- Kölner Karnevals-Museum
(Maarweg 134-136 im
Stadtteil
Köln-Braunsfeld)
- Straßenbahn-Museum
der
Kölner Verkehrsbetriebe mit über 20
historischen Straßenbahnfahrzeugen und vielen erklärenden
Schautafeln auf einer Gesamtfläche von über 2.500 qm (an
der rrh. Endhaltestelle
Köln-Thielenbruch;
geöffnet jeden 2.
So. im Monat ab März)
- Odysseum
"Leben,
Wissen, Zukunft" - ein
Wissenschafts-Zentrum und
Erlebnishaus des Wissens (Corintostr. 1 im
aufstrebenden rrh. Stadtteil
Köln-Kalk) (eröffnet im April 2009)
- Duftmuseum mit
einer
Präsentation der Duft- und Kulturgeschichte des Parfüms (im
Farina-Haus Obenmarspforten 21 am Rathausplatz gegenüber dem WRM)
- Kölner Kunstverein
mit
Ausstellungen zeitgenössischer Kunst (im Haus "Die Brücke",
Hahnenstraße 6)
- GeoMuseum der Uni Köln
mit
a) einer mineralogische Schausammlung mit attraktiven
Mineralstufen aus aller Welt und b) einem
geologisch-paläontologischen Teil mit einer zentralen Ausstellung
zur Erd- und Lebensgeschichte -
vom Urknall bis zur Gegenwart - (Zülpicher Str. 48a/b)
- Museum
zur
Geschichte
und Gegenwart der
Tanzkunst
des Deutschen Tanzarchiv der Stiftung Kultur der
Stadtsparkasse Köln (Im Mediapark 7)
- Photographische Sammlung
der
Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln mit u. a.
dem August Sander Archiv (Im
Mediapark 7)
- Museum Zündorfer Wehrturm
mit regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen
(Köln-Zündorf, Hauptstr. 180, )
- Kunst-Station St. Peter
als
Zentrum für zeitgenössische Kunst und Musik mit Ausstellungen
und Konzerten (in der Kirche St. Peter in Nähe Neumarkt neben
St.
Cäcilien/Museum Schnütgen)
sowie im benachbarten
- Brühl
(aus Köln leicht mit DB oder Stadtbahn erreichbar) seit 2005 das
Max-Ernst-Museum
mit einer ständigen
Ausstellung über das Lebenswerk
dieses Künstlers und fallweise Sonderausstellungen
und im benachbarten
In
Vorbereitung ist ein archäologisches Museum mit dem
Arbeitstitel
Archäologische
Zone auf dem Rathausplatz.
 Olympia-Museum/Schokoladen-Museum |  Schokoladen-Museum/Olympia-Museum |  Schokoladen-Museum
|  Schokoladen-Museum
(Aussichtsdach) |
 Käthe-Kollwitz-Museum |  ART Cologne
in der
Kölner Messe | 
Kölner Skulpturenpark | 
Kölner Skulpturenpark |
 Dom-Schatzkammer/ Eingang
Dom-Nordseite |  Museum für
angewandte Kunst | . | . |
A. Anhang
Klassische
und
moderne Malerei - Stil-Epochen/Datensammlung
zur
Kunstgeschichte
Weitere Informationen
können
im Internetauftritt der Stadt Köln über die Kölner
Museen nachgelesen werden. Außerdem sind die
eigenständigen Internetauftritte für das Wallraf-Richartz-Museum,
das Museum
Ludwig,
das Römisch-Germanische
Museum, die Archäologische
Zone, das Rautenstrauch-Jost-Museum,
das Museum
Schnütgen , das Museum
Kolumba, das Museum
für Ostasiatische Kunst, das Museum
für angewandte Kunst,
das Kölnische
Stadtmuseum, die Dom-Schatzkammer
und das
Käthe-Kollwitz-Museum zu
empfehlen.
Siehe auch Museumsführer von "Köln - die
Rheinmetropole und alte Römerstadt" oben!
Einige der Museen sind
natürlich
auch in die Beschäftigung mit der Kölner
Stadtgeschichte und deren historischen Erforschung
eingebunden, wie
insbes. das Römisch-Germanische Museum (von der Urgeschichte
über
die Römerzeit bis zum frühen Mittelalter), das Kölnische
Stadt-Museum (vom Mittelalter bis heute) , das Wallraf-Richartz-Museum,
das Museum Schnütgen,
das Museum Kolumba und das
NS-Dokumentationszentrum.
Die beiden größten
Kölner Museen werden vom ältesten Kölner
Museums-Förderverein, den "Freunden des Wallraf-Richartz- Museum und des Museum Ludwig", unterstützt.
Der
Verfasser empfiehlt
als jeweiliges Mitglied die Unterstützung des gemeinnützigen
Vereins
>
Freunde
des
Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig,
sowie der Vereine
>
Förderverein
Romanische
Kirchen Köln e. V.,
>
Zentral-Dombau-Verein zu
Köln von 1842,
>
Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln e. V.,
die
sich um wichtige und bedeutende Kölner Museen,
Bauwerke
und Denkmäler kümmern, durch
Mitgliedschaft und/oder Spenden.
Kulturkarree
Eine Vision im
Rahmen des Masterplans für die Innenstadt Köln
ist die Inszenierung eines Kultur-Karrees, zu dem folgende geplante
Prokte gehören würden:
- die
Via
Culturalis (entlang u. a. der Museen
Ludwig, RGM,
Kolumba und WRM),
- eine Kulturdiagonale
von den großen Museen in Dom-Nähe über das geplante
neue Opern-Karree
(mit den demnächst renovierten städtischen Bühnen (Opernhaus
und Schauspielhaus) bis zum neuen Kulturzentrum am Neumarkt
(Rautenstrauch-
Joest-Museum und Museum Schnütgen) und
- die
Via
Sacra
entlang der 12 Romanischen Kirchen.
Fotos
zumeist vergrößerbar durch Anklicken.
Fotos und
Skizzen sind vom Autor selbst erstellt worden oder stammen in
Einzelfällen aus
nach Kenntnis des Autors nicht urheberrechtlich geschützten
Quellen ("gemeinfrei") oder wurden freigegeben und sind nach bestem
Wissen des Autors auch sonst
nicht urheberechtlich geschützt. Sollten dennoch
im
Einzelfall Urheberrechte betroffen
sein, wäre dies unbeabsichtigt; in diesem Fall wird um einen
Hinweis
gebeten. © der
eigenen Fotos beim Autor!
© GL
Köln
Stand:
09.02.2012