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| Themen-Seite der privaten Web-Präsenz "Köln - die
Rheinmetropole und alte Römerstadt". Diese
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Inhalt
1. Überblick
2. Historie
3. Straßenkarneval
4. Jecke
5.
Erläuterungen für die Karnevals-Gäste in Köln
("Imis")
A. Anhang (Rosenmontagszug)
Karneval – oder
Fastelovend/Fasteleer,
wie man in Köln sagt (Vorsicht: Fasching nennen die Kölner
ihren Karneval
nicht!),
– und
Köln ... das gehört zusammen. Den Kölnern liegt der
Karneval im Blut,
ist quasi genetisch. Und neben dem organisierten Karneval (mit
Karnevalsgesellschaften, Sitzungen, Bällen
und den Umzügen) gibt es vor allem den ursprünglichen
Karneval
in den Kölner Brauhäusern, in den Kneipen und in
Diskotheken
sowie ab Weiberfastnacht (Donnerstag vor Karneval) bis zum Karnevals-
Dienstag auf
der Straße. Bei Sitzungen, Bällen und an den "tollen
Tagen" ist fast jeder mehr
oder weniger originell kostümiert. Und am Aschermittwoch ist
dann
alles
vorbei. Im Rosenmontagszug 2009 wurde der Kölner Karneval an einer
Stelle wie folgt erklärt: "Karneval es, wenn sich Himmel un
Ähd bützen" (Karneval ist, wenn sich Himmel und Erde
küssen).
Schon die Römer
feierten
Karneval nach ihren heidnischen Bräuchen, so auch im Römischen Köln (CCAA).
Mit
der
Verbreitung des Christentums im Römischen Imperium wurden die
heidnischen
Bräuche aus dem Karnevalstreiben entfernt und das Fest an das
Kirchenjahr angepaßt. Der Karnevalssonntag
ist jeweils
der siebte Sonntag
vor Ostern, Rosenmontag
ist mithin 48 Tage vor Ostersonntag. Im
Mittelalter und damit auch im Mittelalterlichen
Köln wurde das Fest durch die jeweils bestimmenden
Schichten der Gesellschaft geprägt. Nachdem die Franzosen nach
ihrer Besetzung des Rheinlandes (1794)
jedes närrische Treiben unterbunden hatten, wurde nach dem Wiener
Kongress (1815), bei dem das Rheinland und damit auch Köln Preußen zugeschlagen wurde, im Jahr 1823 der
Kölner Karneval
reformiert und erhielt seine heutige Form. In
Köln fand 1823 der erste organisierte Karnevalszug in Deutschland
statt, heute der größte Zug Deutschlands und wohl der Welt..
Die größten Umzüge nach dem Kölner Zug
finden heutzutage in Mainz und Düsseldorf statt.
Übrigens: "Kölsch" ist
Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier
in den kölschtypischen Stangengläsern) und Lebensphilosophie in
einem.
2. Historie
Schon
die Römer feierten
Karneval
in
Köln, da die alte Römerstadt
CCAA als römische Colonia (= Stadt römischen Rechts) auch
das
Recht hatte, die gleichen Feste zu feiern wie Rom. Die Römer
feierten
im Dezember das Fest der Saturnalien, ein Freudenfest der antiken Welt
mit
einem Umzug, das sich später zu einem Karnevalstreiben
entwickelte. Mit der
Verbreitung des Christentums im Römischen Imperium ab dem
Mailänder Toleranzedikt unter Kaiser Konstantin (313) wurden die
heidnischen
Bräuche aus dem Karnevalstreiben entfernt und das Fest an das
Kirchenjahr angepaßt. Karnevalssonntag
ist jeweils
der siebte
Sonntag
vor Ostern. Im
Mittelalter und damit auch im Mittelalterlichen
Köln wurde Karneval durch die jeweils bestimmenden
Schichten der Gesellschaft geprägt. Nachdem die
Franzosen nach
ihrer Besetzung des Rheinlandes (1794)
jedes närrische Treiben unterbunden hatten, wurde nach dem Wiener
Kongress (1815) mit
der Zuordnung Kölns zu
Preußen
im Jahr 1823 der
Kölner Karneval
reformiert und
erhielt seine heutige Form, wohl um einem Verbot
durch die
eher karnevalsfeindlichen Preußen
zuvorzukommen.
In
Köln fand 1823 der erste organisierte Karnevalszug in Deutschland
statt.
1823 wurde also der Kölner Kanrneval „geordnet“ - zumindest der offizielle Karneval - :
Zum Kölner Straßenkarneval gehören folgende Umzüge:
Üblicher Ablauf des
Kölner
Straßen-Karnevals im Einzelnen (mit wichtigsten Ereignissen und
Terminen 16. - 21.02.2012):
Donnerstag/Wieverfastelovend (Weiberfastnacht):
Freitag:
Samstag:
Karnevals-Sonntag:
Karnevals-Dienstag:
Orte und Termine der Auftaktveranstaltungen Weiberfastnacht und der Züge in den Stadtvierteln siehe auf der Internetseite des Festkomitee Kölner Karneval.
![]() | ![]() Funken-Biwak auf dem Neumarkt | ![]() Funken-Biwak auf dem Neumarkt | ![]() Funken-Biwak auf dem Neumarkt | ||
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![]() Das Kölner Dreigestirn 2004 | ![]() | ![]() Das Kölner Dreigestirn 2007 | | ||
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* Die "Lyskirchener" gingen bereits 1823 zusammen mit den Roten Funken im ersten Kölner Rosenmontagszug mit.
Das
Kölner Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau (traditionell von
einem Mann dargestellt) ist etwas Kölnspezifisches und gibt es in den anderen
Karnevalsstädten nicht. Die Figuren des Dreigestirn entstammen der
Stadtgeschichte;
den Begriff
Dreigestirn gibt
es aber erst seit 1938,
seitdem sie als
solches gemeinsam - der Prinz
auf seinem Prinzenwagen und Bauer/Jungfrau zusammen auf einem
anderen Festwagen
davor - am Rosenmontag durch die Stadt ziehen. Bauer und Jungfrau
gehören
seit 1825 zur fallweisen, seit
1883 zur festen Einrichtung im Kölner Karneval.
Der Prinz
Karneval
(ursprünglich bis 1871 der "Held Karneval") in einem dem
Kaisergewand nachempfundenen
Aufzug symbolisiert den Karneval und soll mit edlem Charakter das
gewöhnliche
Treiben in
geordnete
Bahnen lenken
und alle Mißstände beseitigen. Er trägt eine Krone mit
Pfauenschweif
und eine Pritsche, die der Fruchtbarkeitsrute der Germanen nachgebildet
ist.
Der Kölner Bauer ist
dem Schildhalter im ehemaligen Heiligen Römischen Reich deutscher
Nation nachempfunden, der die Wahrhaftigkeit, Treue zum Reich
und
Tapferkeit der mittelalterlichen Reichsstadt Köln symbolisierte.
Er trägt als Symbol des Beschützers der Stadt
Stadtschlüssel, Schwert
und Dreschflegel sowie als
Symbol der Unsterblichkeit der Stadt, die der Bauer verkörpert, einen Hut mit
Pfauenfedern. Die
Figur wurde erstmals 1422 in den Analen der Stadt erwähnt.
Die Kölner Jungfrau (in römischen Gewändern) war das Symbol für eine unabhängige und uneinnehmbare - niemals einer fremden Macht unterworfene - freie Reichsstadt Köln. Sie trägt eine Mauerkrone als Symbol der Unbesiegbarkeit des alten mittelalterlichen Köln. Die Kölner Jungfrau wurde erstmals 1570 erwähnt.
> 9 Traditionskorps (K) und einige der vielen Karnevalsgesellschaften:
und viele andere.
>
Einige bekannte
Gruppen,
Sänger und Redner im Kölner Sitzungs-Karneval:
Einer der immer noch
bekanntesten
Kölner Liedermacher
und Interpreten der Kölner Karnevals und eine der geschichtlichen
Persönlichkeiten
Kölns
ist Willy Ostermann (1876-1936), der über
100 Titel - Kölsche Leedcher, aber auch hochdeutsche Rhein-
und
Wein-Lieder - schuf, von denen weit über 20 in Köln und
darüberhinaus unvergessen sind (wie "Och wat wor
dat
fröher schön doch
enn Colonia", "Einmal am Rhein" und sein letztes Lied "Heimweh nach
Köln (Ich möch
zo Fooss no Kölle jonn)" , das im 2. Weltkrieg so etwas wie die
heimliche Nationalhymne wurde).
Eine der
unvergessenen Musik-Gruppen der Nachkriegszeit waren "De vier Botze".
Einige der heute im
Karneval
auftretenden Gruppen:
-
Bläck Fööss
(hochdeutsch: Nackte Füße)
- Höhner (Hühner)
- Paveier
(Straßenpflasterer)
- De Räuber
- Brings (an sich eine Rock-Band)
- Colör
- De
Boore
- Hanak (eine neue Kölsch-Rockband)
-
Kolibris
- Rabaue
und viele andere. Vor allem die vier
erstgenannten, das
kölsche Kleeblatt, sind seit Jahrzehnten fester Bestand der
Kölner Musik-Szene.
Einige Lieder-
und
"Krätzchens"-Sänger von früher und heute:
- De vier
Botze (Auftritte
1933 bis 1960-iger Jahre)
-
Karl Berbuer (1900-1977)
- Jupp
Schmitz (1901-1991)
-
Jupp Schlösser (1902-1983)
-
Horst Muys (1925-1970)
- Steingaß-Terzett (Toni
Steingaß
1921-1987)
- Eilemann-Trio (Günter
Eilemann geb.
1923)
- Fuhrmann und Kulik
- Vicky Junggeburth
(ehemaliger Prinz Karneval)
-
Marita Köllner (Et fussich Julche)
- Marie-Luise Nikuta, die seit
Jahrzehnten das
jeweilige Mottolied schreibt,
sowie
- die Volksschauspieler Willy Millowitsch (1909-1999) und
Trude
Herr (1927-1991),
die auch in Sitzungen auftraten,
-
das unvergleichliche Colonia-Duett mit Hans Süper (geb.
1939)
und
"dat Ei" Hans
Zimmermann
(gest. 1994), ab 1974 über 15
Jahre immer
einer der Höhepunkte im Kölner Karneval, und
- ab 1991 ca. 10 Jahre
erfolgreiche
Nachfolger des Colonia-Duetts das Süper-Duett mit Hans
Süper und
seinem neuen Partner Werner
Keppel,
an
das den Autor aktuell das neue
Duo Fuhrmann und Kulik erinnert.
Einige namhafte
(Bütten-)
Redner von früher und heute:
- De doof
Noss (Hans Hachenberg)
- Dä Mann met däm Hötche (Peter
Raddatz)
-
Der bergische Landbote (Ferdinand Huik)
- Der Mann für alle Fälle (Guido Cantz, mehr
ein Kabarettist als Büttenredner)
- Der Mann von der blauen Partei (Toni
Geller)
- Ein schöner Mann vom
Lande
(Kurt Lauterbach)
- Et Botterblömche (Hans Bols)
- Et Rumpelstielzje (Fritz
Schops)
-
Ne bergische Jung (Willibert Pauels), der Fromme Jeck
-
Ne boore Jung (Peter Reif)
- Ne Hausmann (Jürgen Beckers aus Aachen)
- Ne Knallkopp (Dieter Röder)
- Ne kölsche Schutzmann (Jupp Menth)
- Ne Weltenbummler (Gerd Rück)
- Dä Blötschkopp (Marc Metzger)
Leider ist in den
Sitzungen die
"Bütt", das Redner-Pult der Büttenredner, inzwischen fast
komplett verschwunden, wohl als Folge des Fernseh-Zeitalters.
Damit stirbt eine schöne Tradition im sonst so
traditionsbewußten Kölner Karneval. Zugleich werden die
Büttenredner leider immer mehr zu kaberettistischen Rednern mit stark Hochdeutsch (statt Kölsch) geprägten Reden.
Neben den Sängern und (Bütten-) Rednern sind ein fester Bestandteil jeder Sitzung die unzähligen Tanzgruppen, die teilweise eine lange Tradition haben, wie z. B. die ""Goldene" Lyskirchener Hellige Knäächte un Mägde" (s. Fotos oben), die bereits 1823 zusammen mit den Roten Funken im ersten Kölner Rosenmontagszug mitgezogen ist.
| Mit der
"Doof Noss" hat
Hans Hachenberg eine
unvergessene urkölsche
Type im
Sitzungskarneval präsentiert und war fast
ein halbes Jahrhundert mit
der typisch kölschen und in Kölsch
gehaltenen Büttenrede unterwegs, mit köstlichen Pointen und
"sauberen"
Geschichten über eine kölsche Familie. De doof Noss sprach
über verflixte Geschichten und Situationen, bei denen oft auch die
Obrigkeit kritisiert wurde, ohne das eigene Überleben aufs Spiel
zu setzen. De doof
Noss
führte immer die sehr menschliche Form des kölschen
Fastelovends
vor. Leider gibt es heute solche Typenreden kaum noch, auch die
"Bütt" ist zumeist vom Podium verschwunden. |
5.
Erläuterungen für die Karnevals-Gäste in Köln
("Imis")
Alaaf
Der
Kölner Karnavalsschlachtruf "Kölle Alaaf" ist aus einer
Bittschrift des Fürsten Metternich an den Kölner
Kurfürsten 1635 belegt. Er wird in Kölner Karneval seit
dessen Reformierung 1823 verwandt.
"Alaaf" kommt vom altkölnischen Begriff „all af“ (alles ab). Eine
von mehreren Deutungen für Kölle Alaaf ist somit
„Köln vor allem (anderen)“. Heute
heißt es in Köln bei Sitzungen "Dreimol Kölle Alaaf".
Alaaf ist auch in anderen Teilen des Rheinlandes (u. a. in Aachen, Bonn
und Leverkusen) gebräuchlich.
Ähzezupp (Erbsensuppe)
Diese Suppe
ist ein beliebtes kleines Mahl am - zumeist kalten - Zugweg am
Rosenmontag.
Bütt
In der
Wasch-Bütt wurde früher die
schmutzige Wäsche
gewaschen.
Im Karneval wurde die Bütt, zumeist als ein Fass, dem
Redner
als Redeplatz hingestellt. Leider ist die "Bütt" in den Sitzungen
inzwischen fast
völlig verschwunden; aus den
typisch kölschen Büttenrednern sind, leider wohl dem
TV-geprägten
Zeitgeist folgend, mehr und mehr kabarettistische Redner geworden.
Elf
E(galite), L(iberte), F(raternite) - Einheit, Freiheit,
Brüderlichkeit
- war das Motto der französichen Revolution; die
Anfangsbuchstaben
ergeben aneinandergereiht das Wort "Elf". Es
gibt allerdings noch viele andere Erklärungen zur Herkunft
dieser "närrischen" Zahl. Am 11. im 11. um 11.11 Uhr wird
in Köln die neue Session eröffnet; der Sitzungspräsident
steht dem
"Elferrat" als gleicher (Jeck) unter lauter Jecken vor.
Funkenmariechen
Das
Tanzmariechen, eine an die Marketenderinnen im 30-jährigen Krieg angelehnte
traditionelle Figur im rheinischen Karneval, heißt
in Köln bei den Funkengarden Funkenmariechen,
bei Prinzen- und Ehrengarde Regimentstochter
und beim Reiter-Korps Jan von Werth immer noch Markentenderin. Eigentlich
gibt es Funkenmariechen also nur bei den Funken.
Der Begriff wird aber oft auch als Sammelbegriff für alle
Solotänzerinnen bei den Sitzungen gebraucht.
Halve
Hahn (Halber Hahn)
Der Halve Hahn ist kein
halbes Hähnchen (!), sondern ein
kölsches Brauhaus-Häppchen, bestehend aus einem
Röggelchen
(Roggenbrötchen) und mittelaltem Holländer Käse.
Über die Entstehung des Begriffs ranken sich viele Geschichtchen.
Himmel un Ähd (Himmel und Erde)
Himmel un Ähd ist
ein kölsches Gericht, bestehend aus
Kartoffel-Puree mit gekochten Äpfeln und gebratener Flöns (Blutwurst).
Imi
Die - keineswegs abwertend
gemeinte - Bezeichnung Imi
für Nichtkölner und Gäste kommt von dem Begriff
"imitierter Kölner", der in einem Nachkriegs-Karnevalslied
gebraucht worden war. Achtung
Imis: Wer kein Kölsch mehr will, sollte einen
Bierdeckel aufs Glas
legen! In Brauhäusern (und in vielen Kneipen) ist es üblich und von den
Kölnern auch gewollt, Kölsch ungefragt hinzustellen.
Jan von
Werth
Der Reitergeneral steht seit über 100 Jahren als Denkmal auf den
Alter
Markt
und gehört auch zu vielen Figuren von Prominenten
der Geschichte auf dem Rathausturm. An
Weiberfastnacht erinnert das Reiterkorps "Jan von
Werth"
an der Vringspooz (Severinstor) an das Wiedersehen des mittlerweile zum
General
aufgestiegenen
Jan mit der Magd Griet, die ihn als einfachen Bauernburschen einst
verschmäht hatte. "Wer et hätt gewoss." seufzt sie und
er antwortet "Wer et hätt gedonn!"
Kölsch
"Kölsch"
ist
Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier
in den kölschtypischen Stangengläsern) und Lebensphilosophie
in
einem.
Köbes
Der Köbes (hochdeutsch Jakob),
noch in den meisten kölschen Brauhäusern (wie Früh,
Sion,
Päffgen, Malzmühle, Peters; also
nicht in den
vielen "normalen" Kneipen!) anzutreffen, ist
ein
Kellner ganz
besonderer Art. Man
muss die oftmals sehr direkte Art der Köbesse nicht
unbedingt
mögen - auch manche Kölner
tun das nicht - , andere finden sie sehr originell und gemütlich.
Köbesse sind oftmals geborene Unterhalter -
zumindest die noch
"echten", also leider längst nicht
mehr
alle -.
Wer bei den noch echten Köbessen
nichts
zu lachen hat, ist selber schuld. Die Köbesse
gehören zu den kölschen
Brauhäuser einfach dazu wie der Dom zu Kölle. Manchmal
sind die
Köbesse heutzutage auch weiblich (wie z. B. in der Altstadtkneipe
Walfisch und heißen dort "Jakobinchen"). Der
Name Köbes
stammt
übrigens dem Vernehmen nach aus dem Mittelalter,
als Köln wichtige Station der Jakobspilger war und viele Pilger
sich
in Kneipen das Geld für den Pilgerweg verdienen mussten.
Achtung Imis (s. o.): Wer kein Kölsch mehr will, sollte einen
Bierdeckel aufs Glas legen. In Brauhäusern (und in vielen Kneipen) ist
es üblich und von den Kölnern auch gewollt, Kölsch ungefragt
hinzustellen.
Pittermännchen
10l-Bierfässchen (mit
Kölsch)
Rosenmontag
Der Name
Rosenmontag
soll einer Deutung zufolge aus dem mittelalterlichen "Rasenmontag“ (=
„rasendender Montag) stammen. Es gibt aber
auch andere Deutungen.
Rote
Funken
Die
Kölner Stadtsoldaten,
wegen ihrer roten Uniform auch "Funken" genannt, wurden nach dem
Einmarsch der Franzosen 1794 aufgelöst. Als 1823 der Kölner
Karneval neu organisiert wurde, wurde aus diesen Funken ein Karnevals-Korps.
Schmier
Polizei/Polizisten,
die sich beim Rosenmontagszug oft bützen (s. o.) lassen (müssen).
Tünnes
und
Schäl
Tünnes und Schäl - zwei Figuren des Kölner
Haenneschen-Theaters
- sind zwei Urtypen des kölschen Humors und werden mit Köln
verbunden
wie der Dom, Kölnisch Wasser und der FC und spielen oft auch im
Karneval eine Rolle. Der Tünnes
ist ein eher gutmütiger ulkiger Kerl, Schäl ist boshaft
ironisch, beide bissig im Humor.
Historische
Figuren wie einige andere bekannte kölsche Originale sind sie
allerdings nicht.
|
...
und die
Kölner
Lebensphilosophie (Das Kölner Grundgesetz - eine
von
diversen
Fassungen! -): 1
Et es, wie et es.
2
Et kütt,
wie et kütt.
3
Et hät noch immer jot jejange. 4
Küste
hück nit, küste morje. 5 Wat fott es, es fott. 6 Jede Jeck es anders. 7 Wat soll dä Quatsch. 8 Hammer immer esu jemaat. 9 Drink doch ene met. 10 Kenne mer nit, bruche mer nit |
| Der Zoch Der
Kölner Rosenmontagszug
ist der
Höhepunkt des offiziellen Karnevals jeder Karnevalssession in
Köln. Zumeist über 1,2 Millionen
Menschen besuchen den Zugweg in der Kölner Innenstadt, um den
größten
Karnevalszumzug in Deutschland zu
sehen und zu erleben. Jedes Jahr steht der "Zoch" unter einem anderen Motto, dass sich wie ein roter Faden durch den ganzen Zug zieht, damit sich in dieser karnevalistischen Großveranstaltung ein einheitliches Bild ergibt. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft, aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden hier parodiert. Der Zug ist in Abteilungen und Gruppen eingeteilt. Zugleiter: bis 2005 Alexander von Chiari, ab 2006 Christoph Kuckelkorn Ein wichtiges Element im Zoch sind die Darstellungen der Traditionskorps, der Tanzgruppen und der Karnevals-Gesellschaften, die mit Fußgruppen, Reitern, Kutschen und Fest- oder Prunkwagen mitziehen. Sie haben ebenso viel Spaß wie die Zuschauer am Straßenrand und auf den Tribünen. Das Wurfmaterial (Kamelle, Schokolade, Pralinen und Strüßjer) zahlen sie selbst nach dem Motte “Wä jitt, wat hä hätt, es wäät, dat hä lääv“ - Wer gibt, was er hat, ist wert, dass er lebt -. Als Höhepunkt eines jeden Zuges gilt, wenn am Zugende Prinz, Bauer und Jungfrau dem närrischen Volk zujubeln. Das Dreigestirn genießt den Augenblick, denn „Am Aschermittwoch ist alles vorbei ". Zugweg des Kölner Rosenmontagszuges 2010 und 2011 (Vorbeimarschzeit mind 4 Stunden): Start 10:30 am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt - Severinsstraße - Mathiasstraße (= Umweg nach dem Einsturz des Stadtarchivs an der Severinsstraße) - Hohe Straße - Schildergasse - Krebsgasse - Breite Straße - Magnusstraße/Burgmauer - Brückenstraße - Gürzenichstraße - Heumarkt - Alter Markt - Am Hof - vorbei am Kölner Dom - An den Dominikanern - Zeughausstraße - Mohrenstraße und Auflösung der Zugspitze gegen 14:30 (mit einer kleinen Abweichung auch Weg der Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag) Daten des Rosenmontagszuges 2010: Länge des Zuges: 7 km, Länge des Zugwegs: 6,7 km, Vorbeimarschzeit: über 4 Stunden, ca. 12100 Teilnehmer/innen, 123 Musik-Kapellen aus Köln, dem Umland und dem In- und Ausland, 97 Fest-und Persiflagewagen, Prunkwagen und Kutschen. Zuschauer: Rosenmontagszug: 2007: ca. 1,2 Mio; Motto "Mir all sin Kölle". 2008: ca. 1,2 Mio; Motto: "Jeschenke för Kölle - uns Kulturkamelle". 2009: ca. 1,2 Mio; Motto: "Unser Fastelovend - himmlich jeck". 2010: ca. 1,3 Mio; Motto: "In Kölle jebützt". 2011: weit über 1 Mio; Motto "Köln hat was zu beaten" - Erfreuliches Zitat der Polizei für 2011: "... Und wenn man bedenkt, dass gestern so viele Jecke wie seit Jahren nicht mehr in Köln waren, hatten wir relativ weniger Einsätze als im Vorjahr". Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag: 2007: ca. 500 000. 2008: ca. 600 000. 2009 (bei schlechtem Wetter): ca. 300 000. 2010 (bei Eis, Schnee und Kälte): ca. 200000 2011: laut Polizei ca. 450000 |
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