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Bauwerke |  |
Rubrik:
Kultur
in
Köln - Kunst in Köln
Thema:
Kölner
Bauwerke >
Stadtmauern -
Praetorium - Kölner Dom - Romanische Kirchen -
Philharmonie
-
Museen - Opernhaus - Kölnarena
0. Vorbemerkungen und Inhalt
In Köln, einer Metropole mit
einer
über 2000-jährigen Geschichte, sind natürlich in der
langen
Geschichte unzählige
historisch und kulturell wertvolle Bauwerke und Boden-Denkmäler
erstellt worden. Leider
gehörte
Köln aber auch zu den Städten mit den größten
Zerstörungen im 2. Weltkrieg. Die Stadt war zum Kriegsende fast
völlig
zerstört (die Innenstadt zu 90%); Köln hatte mit 70%
Gebäudeschäden den
höchsten Zerstörungsgrad aller deutschen
Großstädte. Dadurch ist natürlich sehr
vieles
verloren
gegangen. Einiges - wie bis auf wenige Ausnahmen die große mittelalterliche
Stadtmauer
- haben die Kölner allerdings auch selber
zerstört.
Aus den drei geschichtlichen Epochen der
Stadt
Römisches
Köln
| um
19
v. Chr. - um 455 n. Chr. | ab
50 n. Chr. Status einer Colonia (Stadt römischen Rechts)
ab um 90 n. Chr. römischen
Provinzhauptstadt
zeitweise Kaiseresidenz |
| Mittelalterliches
Köln | um
455 - um 1500 | um
460 - 8. Jhdt. Residenzstadt der Franken
bis 1288 Residenzstadt des Kurfürstentum Köln
ab
1288 de facto und ab 1475 de jure Freie Reichsstadt |
Neuzeitliches
Köln - Köln heute |
ab
um 1500 | 1794
- 1814 französische Besatzung
1815 - 1918 Königreich Preußen
aktuell größte Stadt in NRW und viertgrößte in
der BRD |
1. Bauwerke/Römisches
Köln
Aus
der glanzvollen Zeit der antiken römischen
Colonia ab dem 1. Jhdt. n. Chr. sind im Stadtbild leider nur relativ
wenige Bauwerke und
Boden-Denkmäler erhalten geblieben, jedenfall weniger noch so gut
erhaltene Bauwerke als in der
zeitlich
nachrangigen (ab Ende 3. Jhdt.) ebenfalls glanzvollen römischen
Residenzstadt Trier.
Aus
der römischen Epoche Kölns von um 19 v. Chr. bis ca. 455 n.
Chr.
sind im Stadtbild insbes. erhalten:
- Kleinere Teile
der knapp 4 km langen römischen
Stadtmauer, die nach
der Verleihung der höchsten römischen Stadtrechte einer Colonia (50 n.
Chr.) um 90 n. Chr. gebaut
worden ist (frühere
Schätzungen: um 50
bis 70 n. Chr.), u.
a. ein
Teil des Nordtors (neu aufgestellt
auf der
Domplatte
vor den Westtürmen), Teile
des Nordtors und der Mauer (in der Dom-Tiefgarage und
in
der Dom-Schatzkammer),
Teil
eines Wehrturms der Nordseite der Mauer (Kreuzung
Komödienstraße/Tunisstraße), Teile
der Nordseite
(südlich
Zeughaus/Stadt-Museum), ein
Wehrturm
an
der Nord/West-Ecke der Mauer (Zeughausstraße), heute"Römerturm"
genannt,
Teil
eines Wehrturms der Westseite der Mauer (St.
Apernstraße), eine
längere Nachbildung der Südseite der Mauer (an Straßen
Am Rothgerberbach/Blaubach),
Teil der Südseite der Mauer (an
Straße Am Mühlenbach) und Teile
der Mauer an der Süd/Ost-Ecke mit den Ausgrabungen
des
Ubier-Monuments.
- Ausgrabungen des Praetoriums (= Palast und Amtssitz
des
röm. Statthalters)
unter dem spanischer Bau des heutigen Rathauses und
Ausgrabungen unter dem historischen Rathaus mit u. a. einem Porticus
aus dem
1. Jhdt.. (künftig integriert in die geplante Archäologische Zone).
>
Osten | Anmerkung
1: Wer den Verlauf der römischen Stadtmauer
verfolgen möchte, kann dies am besten mit Hilfe
des Buches "Das römisch-germanische Köln" von Gerta
Wolff (Bachem-Verlag) und der an
vielen Stellen im Boden eingelassenen Metallplatten mit dem
eingezeichneten
Verlauf der Mauer (s. Foto
links) tun, beginnend
am besten am Dom.
Die römische Stadtmauer umfasste das
römische Köln und damit das Kerngebiet
der späteren
mittelalterlichen Stadt mit ihrer
Grenze im Verlauf heutigen Ringe.
|
(Quelle:
RGM/Außenstelle Praetorium)
| Anmerkung
2:
Das Praetorium
war fast 4 Jhdt.
lang der Sitz des Statthalters in der Hauptstadt der römischen
Provinz Nieder-Germanien ("Germania
Inferior")
bzw. später Germania Secunda sowie damals höchstes
Steinhaus nördlich der Alpen und größtes und
bedeutendstes Gebäude entlang des Rheins. Es war die zivile und
militärische Verwaltungszentrale der Provinz. Die Statthalter waren
die
Verantwortlichen für
die zivile Verwaltung (Kaiserkult,
Polizeigewalt, oberste richterlicher
Gewalt) und zugleich in direkter
Vertretung des
Kaisers Oberbefehlshaber der in der Provinz stationierten
Legionen. Im Praetorium residierten
bzw. verweilten zeitweise auch u.a. die Kaiser Trajan (98, als er
als
Statthalter in der CCAA von
seiner Wahl zum Kaiser erfuhr und noch einige Zeit in der CCAA
residierte), Hadrian, Valerian, Postumus
und Konstantin.
Das
prächtige Gebäude wurde ab
dem 1. Jhdt. n. Chr. in
4 Stufen erbaut und erweitert. Die Bezeichnung "Praetorium"
ist
durch einen aufgefundenen und ausgestellten Weihestein belegt. Nach
Abzug der
Römer diente der Palast bis in's 7. Jhdt. den merowingischen
Königen als
Residenz ("Aula regia" = Königshof). Heute steht über den
Ausgrabungen des Praetoriums das Kölner Rathaus. Köln wird
also seit ca. 2000 Jahren vom gleichen Ort aus regiert und verwaltet -
ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Europa.
|
- Ausgrabungen des
Ubier-Monuments
(um 5 n.
Chr.), des ältesten
Steinbaus und damit
ersten steinernen Urkunde der Stadt, das von den
Römern zur Zeit des Oppidum
Ubiorum (=
von den Römern gegründete zivile
Siedlung)
erbaut
und später in die um
90 n. Chr.
erbaute römische
Stadtmauer an
deren
Süd-Ost-Ecke integriert worden
ist. (Die Ausgrabung
ist z.
Zt. leider und ärgerlicherweise
nur zugänglich bei
Führungen und für angemeldete Gruppen oder mittels
Schlüsselabholung an der Kasse des Praetoriums.)
- Ausgrabungen
insbes. unter dem mittelalterlichen gotischen Dom
(mit Resten der
frühchristlichen Vorläuferbauten
und des vorherigen
karolingischen
Doms auf dem Gelände des heutigen Doms) sowie unter den Romanischen Kirchen
Groß St. Martin (mit Denkmälern von Bauwerken auf der in
der
frühen Römerzeit vorgelagerten Rheininsel) und St. Severin
(mit Resten römischer Gräberfelder).
- Ausgrabung im
Bereich der ehemaligen mittelalterlichen Pfarrkirche St.
Kolumba,
die in das neue Museum
Kolumba
integriert worden
sind, mit
Resten von römischer Wohnbebauung (2. - 4. Jhdt.), der ersten
karolingischen Kirche (9. Jhdt.), der romanischen Kirche St.
Kolumba (11. Jhdt.) und des fünfschiffigen gotischen Neubaus
dieser Kirche (um
1500) -
eine der bedeutendsten
archäologischen Ausgrabungen Kölns -.
- ein - vom
Praetorium
aus begehbares -
Teilstück des römischen Abwasserkanals
("Cloaca Maxima") sowie oberirdisch auf dem Rathausplatz direkt
neben dem
Praetorium eine Apsis (vermutlich eines römischen Wohnpalasts) (künftig integriert in
die geplante Archäologische
Zone).
- das
berühmte Dionysos-Mosaik, der Fußboden eines römischen
Speisesaals
aus dem frühen 3. Jhdt., im RG-Museum
(auch vom Roncalliplatz an der Dom-Südseite aus
einsehbar).
-
ein
Teil der römischen Hafenstraße und eines
Abwassersammlers (am Dom unterhalb des Ronacalliplatzes).
- ein römischer Keller (im
neuen Eingangsbereich für
die Domturmbesteigung).
- einige
kleine Teile des römischen Forums im UG
des Kaufhauses C&A in der Schildergasse (u. a. hiermit konnte
der
vermutete Standort des Forums westlich
der Kreuzung
der beiden Hauptstraßen des röm. Köln - "Cardo Maximus"
und "Decumanus Maximus" - nachgewiesen werden).
-
Reste
des Ost-Tors in der Mauer um das rechtsrheinische
Militär-Kastell "Divitia" (erstellt um 310 bis 315 n. Chr.) in
Köln-Deutz (neben
dem ehemaligen Lufthansa-Gebäude und der zu den kleinen Romanischen Kichen
Kölns zählenden Kirche Alt St.
Heribert )
- z. Zt. wegen
Bauarbeiten unzugänglich -.
- neue
archäologische Funde aus 1700 Jahren Deutz im Gebiet des ehemaligen
römischen Kastells Divitia und der Kirche Alt St. Heribert
(Ausgrabungen im Gange, eine spätere Präsentation ist geplant) (siehe
auch unter Kölner
Denkmäler).
-
eine
große römische Grabanlage an der früheren
römischen
Fernstraße nach Westen (heutige Aachener Str.) in
Köln-Weiden.
- Reste der antiken
Wasserleitung
nach Köln
in
Hürth-Efferen (dicht hinter der Stadtgrenze Kölns) und
ein sog.
Absetzbecken (Klärbecken)
des Vorgebirgskanals an der
Stadtgrenze in
Köln-Klettenberg. Die Quelle der
ersten Baustufe der Wassserleitung
lag im Vorgebirge
vor den Toren Kölns ("Vorgebirgskanal"), die Quelle
der zweiten Baustufe ("Eifelkanal") befand sich in
der Eifel bei Nettersheim. Der Eifelkanal war mit 95,4 km Länge einer
der
längsten Frischwasser-Fernleitungen im römischen Imperium zur
Versorgung
von römischen Metropolen mit Wasser und der größte
antike technische Bau nördlich der Alpen ... ein Meisterwerk antiker
Bautechnik; Baubeginn
des Eifelkanals
ca.
80 n. Chr..
Das gesamte antike Areal
um das
Rathaus mit Praetorium
und
Ausgrabungen unter dem historischen Rathaus sowie mit Mikwe und Ausgrabungen der
mittelalterliche Synagoge (siehe unten) soll im Rahmen
der geplanten "Archäologischen
Zone"
neu präsentiert werden.
Praetorium
(Zugang
in der Kupfergasse) > |  |  |  |

röm. Abwasserkanal
(Zugang
vom Praetorium aus) | 
Römerturm (Zeughausstrasse) |  Römergrab
Köln-Weiden (Aachener
Str./Eingang) |  römische
Wasserleitungen
(in
Hürth bei Köln) |
Infos
und Fotos zu
den Bauwerken/Denkmälern des Römischen Köln
siehe auch Themen-Seite "Kölner
Denkmäler".
2. Bauwerke/Mittelalterliches
Köln und frühes
Neuzeitliches Köln
Aus der
mittelalterlichen Epoche
Köln ab ca. 455 n. Chr. sind im Stadtbild u. a.
erhalten und zu
erwähnen:
- einige
große Stadttore
der über 8 km langen mittelalterlichen
Stadtmauer (erbaut um 1180 - 1260, Torburgen ab nach
1200, Abriss 1881), und zwar das Eigelsteintor
im Norden und das Severinstor im Süden, durch die die Nachfolgestraße
des früheren römischen
Cardo Maximus
(der Nord-Süd-Straße durch das römische
Köln)
durchführte, und das Hahnentor im Westen, das dem Vernehmen nach aus
historischen
Gründen
erhalten blieb, weil im Mittelalter durch dieses Tor die bis 1531
in Aachen gekrönten Könige zum
Besuch der Reliquien der Heiligen drei Könige im Dom in Köln eingezogen waren, ferner einige
Wehrtürme/Gebäude und
Teile der Mauer (Bayenturm an der
Süd-Ost-Ecke der Mauer am Rhein, Bottmühle
auf dem
südlichen Wall, Ulrepforte im Südwesten, Türme und
Mauerabschnitte in Nähe Ulrepforte, ein Mauerabschnitt und die
Gereonsmühle am heutigen Gereonswall
im
Nordwesten sowie das Kunibertstürmchen
("Weckschnapp") am nördlichen Ende der Mauer)
Anmerkungen:
1.
Die
mittelalterliche Stadtmauer
umfasste das
mittelalterliche Köln
mit
seiner Grenze im Verlauf heutigen Ringe,
d. h. die
heutige Kölner Altstadt
("Altstadt" hier als kommunaler Begriff gemeint; im heutigen
Sprachgebrauch wird als Altstadt zumeist das
Vergnügungsgebiet um Heumarkt/Alter
Markt/Rheingarten verstanden). 2.
Wer den Verlauf
der früheren Mauer, die parallel
zur heutigen Ringstraße stadteinwärts
stand, verfolgen möchte, kann dies am
besten mit Hilfe des Buches
"Das mittelalterliche Köln" von Carl Dietmar ( Bachem-Verlag) tun,
beginnend
z. B. im Süden am Bayenturm am Rhein.
3.
Der Kölner Maler Siegfried Glos, Thürmchenswall 76, in der
Kölner
Innenstadt hat große Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit fast
allen Toren
und Türmen
historisch
korrekt gemalt. Ein Besuch der über 40 Gemälde im Rahmen
einer
Führung lohnt sich. |
- das Ensemble
der
12
großen
Romanischen
Kirchen,
ein vom 10. bis 13. Jhdt. erbautes einzigartiges kulturelles
Erbe (im 2. Weltkrieg stark
zerstört, aber weitestgehendst
renoviert), von
denen der Autor St.
Maria im Kapitol (erbaut auf dem Hügel und den Fundamenten des
römischen
Kapitolstempels für die römischen Götter
Jupiter, Juno und Minerva (aus dem Anfang des 2. Jhdt. n.
Chr. ), t.
Gereon
(erbaut
auf einem spätantiken römischen Bau), Groß
St. Martin (erbaut auf der ehemaligen antiken Rheininsel
über römischem Sportanlagen und Lagerhallen aus dem 1.
und 2. Jhdt., deren
Ausgrabungen unter der Kirche zu besichtigen sind) und St.
Pantaleon herausheben
möchte (St.
Gereon und St.
Maria im Kapitol gelten als Schlüsselwerke
der Romanik).
- Ausgrabung im Bereich
der ehemaligen mittelalterlichen
Pfarrkirche St. Kolumba (s. unter Bauwerke/römisches
Köln).
- der Gürzenich,
ein
mittelalterliches Repräsentations-, Tanz- und Kaufhaus von 1447,
in dem u. a. z. Zt. des Kaisers Maximilian I die Reichstage
1505 und 1512
stattfanden und das ab Mitte des 19. Jhdt. als die sog. "gute Stube
Kölns" zum Mittelpunkt
des gesellschaftlichen Lebens der Stadt wurde, und direkt daneben die
Ruine von Alt
St. Alban, eine der ältesten
Pfarrkirchen
Kölns (erstmals 1172 erwähnt), die heute als Mahnmal dient.
- das historische Rathaus mit dem heutigen Kernbau
aus der
1. Hälfte des 14. Jhdt. (das 1135 erstmals
erwähnte "Haus der Bürger" war das erste
Rathaus Deutschlands!) mitdem
prächtigen spätgotischen Rathausturm
(fertiggestellt 1414)
- bedeutendster gotischer Profanbau
Kölns -
und
der Renaissance-Laube (fertiggestellt 1573). Auf
dem Rathausturm stehen 124 Skulpturen von bedeutenden
Persönlichkeiten der
Kölner Geschichte.
- das frühchristliche
Baptisteriums
(=
Taufhaus mit Taufbecken) aus
dem ca. 6. Jhdt. n. Chr. (an der Ostseite des Doms gelegen; derzeit
leider in
noch höchst unwürdiger Umgebung und
nur bei Führungen
zugänglich - soll demnächst
verbessert
werden -).
- die Mikwe,
ein jüdisches
Kultbad im mittelalterlichen
Judenviertel
aus um 1170 (auf dem
Rathausplatz; z. Zt nur zugänglich bei
Führungen oder mittels
Schlüsselabholung an der Kasse des Praetoriums).
- Ausgrabungen der
mittelalterlichen Synagoge (mit
Resten verschiedenen Bauten, der älteste möglicherweise von
Ende des 8. Jhdt.) (Rathausplatz; z. Zt. Grabungen
im Rahmen der
geplanten Archäologischen
Zone in Arbeit).
- ein Brunnen des Alten
Doms aus dem 12. Jhdt. (in der Dom-Tiefgarage)
- einige
mittelalterliche Häuser in der Altstadt
sowie das Overstolzenhaus
(aus 1230) in
der Rheingasse (Nähe
Heumarkt),
einzig erhaltenes romanisches mittelalterliches
Patrizierhaus.
- die Minoritenkirche aus
dem 13. Jhdt. in Nähe dom und WDR (Grabeskirche von Adolf Kolping)
- das Zeughaus
(erbaut 1594 - 1606 auf Resten der römischen
Stadtmauer), ein ehemaliges Rüstungs- und
Waffenarsenal, in dem heute Stadt-Museum
untergebracht ist (in
Nähe Dom und
Opernhaus).
- das Stapelhaus aus dem 15. Jhdt. als
Symbol der mittelalterlichen und heutigen Handelsmetropole Köln (mit Treppenturm und Nachbau
des ansonsten weitgehendst zerstörten Baus) im
Rheingarten vor der Kirche Groß
St. Martin, benannt
nach dem Kölner Stapelrecht
(ab 1259 - 1815).
- die Jesuitenkirchen
St. Maria Himmelfahrt
(Baubeginn 1618, Schlußweihe 1678, direkt am Hhf. gelegen) -
Kölns größte
Kirche nach
dem Dom und ein Werk des Frühbarocks
mit spätgotischen und romanischen Stilelementen -,
- die
Ursulinenkirche (in der nördlichen Innenstadt), eine Barockkirche
des venezianischen Architekten d'Alberti (1712) mit einem
Kloster (1676).
 Gürzenich | 
St. Maria Himmelfahrt | 
St. Maria Himmelfahrt |  Ursulinenkirche
|  Ursulinenkirche
|
 Dom und
Hohenzollernrücke |  Rathaus
(vom Domdach aus) |  Rathaus/Turm | 
Rathaus/Renaissance-Laube | 
Zeughaus
(Stadt-Museum) |
 Minoritenkirche
|  Minoritenkirche | . | . | . |
- die kleine
mittelalterliche Romanische
Kirche Alt
St. Heribert
(auf der rechten Rheinseite im Gelände des vormaligen römischen
Kastells Divitia gelegen)
- als
Höhepunkt das Wahrzeichen der Stadt, der
gotische Kölner Dom
(Baubeginn 1248 - ausgelöst durch die Überführung
der
Gebeine der Heiligen Drei Könige
nach Köln im Jahre 1164 und dem damit einsetzenden
Wallfahrer-Boom -, Chorweihe 1322, Baustopp
um 1530, Fertigstellung 1880 als nationales
Ereignis Deutschlands), eines der größten
und vollkommensten Kirchenbauwerke
der Christenheit und mit den zwei
157 m hohen Türmen die zweithöchste
Kirche der Welt,
in der mit dem Schrein
mit den Reliquien
der Heiligen Drei Könige (erstellt bis 1225) das bedeutendste Werk
mittelalterlicher Goldschmiedekunst
steht. Der Kölner Dom ist mit
weitem Abstand
das am meisten besuchte Touristenziel Deutschlands (über 6 Mio. auswärtige
Besucher im Jahr). Unter
Touristen insges. ist der
Kölner Dom das zweitbeliebteste religiöse Bauwerk in Europa
(laut
Rangliste des weltweiten
Internet-Reiseauftritts TripAdvisor; bei deren Nutzern steht lediglich
die Pariser Kathedrale Notre
Dame vor
der Kölner Kathedrale).
| Der
Kölner Dom
ist auf einer Detailthemen-Seite zu Kölner Bauwerke
näher beschrieben! |
Von
der
ehemaligen erzbischöflichen Pfalz aus vermutlich dem 9. Jhdt.
("Palatium
Coloniae") und in deren Nachfolge des erzbischöflichen Palasts aus
dem
12. Jhdt (beide in Nähe des Doms gelegen) fehlt bis
auf wenige
- nicht zugängliche - Mauerteile der Pfalz jede Spur.
Spätmittelalterliche Residenzpaläste (wie z. B. in
Brühl) gibt es in Köln nicht,
weil die
Kölner Bürger die
Erzbischöfe - in Personalunion Kurfürsten - nach der Schlacht
von Worringen
aus
Köln
vertrieben hatten.
Das gesamte historische
Areal um
das Rathaus mit Praetorium und Ausgrabungen unter dem historischen
Rathaus (siehe
oben) sowie Mikwe und Ausgrabungen der
mittelalterliche Synagoge soll im Rahmen der geplanten "Archäologischen
Zone" neu präsentiert werden.
Infos
und Fotos zu
den Bauwerken/Denkmälern des Mittelalterlichen Köln siehe
auch
Themen-Seite "Kölner
Denkmäler".
3. Bauwerke/Neuzeitliches
heutiges Köln
Aus
dem neuzeitlichen Köln sind insbes. herauszuheben:
- das moderne Ensemble Kölner Philharmonie/Museum Ludwig mit
dem
darüberliegenden als Kunstwerk gestalteten
Heinrich-Böll-Platz zwischen Rheingarten und
Dom, architektonisch genial
in die Achse Dom/Hauptbahnhof integriert.
- der vom Kölner
Architekten Ungers entworfene Tuffstein-Kubus für
das Wallraf-Richartz-Museum,
ebenfalls architektonisch geschickt
an historisch bedeutendem Ort
- nämlich der historischen Kölner Malerstraße "In der
Höhle" (u.a.
Wohnort/Atelier des Stefan Lochner,
dessen Werke
und die anderer Künstler der mittelalterlichen Kölner
Malerschule ein
wesentlicher Bestandteil der Ausstellung
sind)
- und mit
dem
Gürzenich und der als Mahnmal erhaltenen Ruine von
Alt St. Alban zu einem Gebäudekomplex verbunden.
- der
denkmalgeschützte Hauptbahnhof mit seiner imposanten großen
Bahnsteigshalle, einem von 1984 bis 1987
völlig sanierten imposanten Bau aus der
sog.
Gründerzeit, und einer neugestalteten modernern Bahnhofshalle mit
attraktiven Verkaufs- und Gastronomie-Einrichtungen, den
"Colonaden", die täglich von 280000 Passagieren und Besuchern besucht
wird.
(Dieser Bahnhof war
1894 als Nachfolger des Central- Personenbahnhofs von 1859
eingeweiht worden und liegt direkt hinter der Hohenzollernbrücke.)
- der erste
Flughafen Kölns, der ehemalige Flughafen
Butzweilerhof,
der auf Initiative des damaligen OB Konrad Adenauer
von einer vormaligen militärischen Fliegerstation
(Aufbau ab 1912) ab 1926
zu einem großen zivilen Flughafen
ausgebaut worden war und der sich in
den 1930-iger Jahren zum
Luftkreuz
des Westens und nach
Berlin-Tempelhof zum zweitgrößten Flughafen Deutschlands
entwickelte.
Heute sind die denkmalgeschützten
Teile
des Butzweilerhofs ein Flughafen-Museum der Stiftung
Butzweilerhof mit einer Daueraustellung zur Geschichte
der
Kölner Luftfahrt.
- das
- auch im
Maßstab vergleichbarer Brückenstädte in der Welt -
bedeutende
Ensemble der 8 Kölner Rheinbrücken
mit,
von denen die meisten ein
stilmäßiges Unikat
darstellen.
- das im Stil der
50-iger Jahre erbaute - und heute denkmalgeschützte
- Opernhaus
(1957) und das benachbarte Schauspielhaus (1962) des
renommierten Kölner
Architekten Wilhelm Riphahn am Offenbachplatz (Opernhaus
und Schauspielhaus werden ab
ca. 2012 generalsaniert).
- die Kölnarena am
Willy-Brandt-Platz im rechtsrheinischen
Stadtteil Deutz (eröffnet 1998), mit bis zu 19000 Plätzen die
größte Sport- und Veranstaltungshalle Europas,
die auch architektonisch
interessant ist
(neuerdings mit einem ungeliebten Sponsorennamen versehen).
- das sog.
"Weltstadtkaufhaus" des italienischen
Star-Architekten Renzo Piano für Peek+Cloppenburg im Zentrum
der Kölner Innenstadt.
- der
Köln-Triangle-Turm im rechtsrheinischen Köln-Deutz, von dessen besuchbarer
Dachterasse
ein faszinierender Ausblick auf das Kölner
Altstadtpanorama
möglich ist und der in unmittelbarer Nähe
des
1904 erstellten zweiten Kölner Fernbahnhofes
Köln-Messe/Deutz (mit denkmalgeschützter Halle) steht.
- der
MediaPark Köln am Nord/West-Rand der Innenstadt, ein großes
Areal mit ca. 250
Medien- und Dienstleistungsunternehmen.
- mehrere
moderne Einkaufspassagen.
- das
architektonisch ergeizige
Großprojekt
der Bebauung am Rheinauhafen und nördlich dieses Hafens im
Süden der Kölner Innenstadt mit u. a. den
renovierten Gebäuden des sog.
"Siebengebirges" (7 ehemalige Speicherhäuser des Hafens), den 3
"Kran-Häusern" mit ihren
Metall-Glas-Konstruktuionen und dem Neubau für die
NRW-Niederlassung von Microsoft. In diesem
Hafengebiet befinden
sich auch 2 der Kölner
Museen
- das
Schokoladen-Museum und das Deusche Sport- und Olympia-Museum
-.
- der
stadtarchitektonisch bedeutende rechtsrheinische Rheinboulevard, dessen
erster Teil zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke mit einer
großen
Freitreppe am Rheinufer direkt gegenüber dem berühmten
Kölner Altstadt-Panorama in vorbereitung ist
(Fertigstellung geplant
2013, wegen der Einbindung wertvoller Ausgrabungen ab der römischen
Zeit (Kastell Divitia)
vorauss. verzögert).
- der Rheinpark (hier mal als eine Art
Bauwerk
hier mitbetrachtet) in
Nähe des Messegeländes im rrh. Deutz mit einer besonderen
Attraktion, der Rheinseilbahn
vom Rheinpark
zum Kölner Zoo, die anläßlich der Bundesgartenschau
1957 gebaut worden war.
Pressemeldung
im Juli 2008: "Rheinpark
Köln: zweitschönster Park Europas 2008. Der
Vorjahressieger des
bundesweiten
Wettbewerbs "Deutschlands schönster Park", der Rheinpark
Köln, erzielte beim europaweiten Wettbewerb des Motorenherstellers
Briggs und Stratton einen exzellenten zweiten Platz. Das ehemalige Bundesgartenschaugelände
von 1957 und 1971
musste sich lediglich dem schottischen Pollok CountryPark in Glasgow geschlagen geben, der nunmehr
den Titel "Europas schönster Park 2008" tragen darf. Am Wettbewerb
nahmen die Siegerparks der nationalen Wettbewerbe aus Italien, Frankreich, Polen,
Großbritannien, Schweden und Deutschland teil." |
- folgende
Großprojekte in Planung
bzw. im Bau:
Umbau des Gerling-Areals in der westlichen Innenstadt (bis ca. 2013),
Neugestaltung des ehemaligen Lufthansa-Hochaus-Kompexes am geplanten
Rheinboulevard als sog.
Max Cologne
(bis 2013), die neue große Moschee am westlichen Rand der Neustadt (bis
ca. 2012), das neue Archiv-Haus am westlichen Rand der Neustadt (bis
ca. 2015).
 Kölner
Hauptbahnhof
(früherer historischer Bau) |  Kölner Haupbahnhof
(Bahnsteighalle) |  Kölner Haupbahnhof |  |  <
Kölnarena
> |  | 
"Weltstadtkaufhaus" |  Kölner
Opernhaus
|  Kranhäuser + Schokoladen-Museum
| |
Die
architektonische Szene der Kölner Neuzeit wird auch dadurch
bereichert, dass in
Köln 3 der herausragendsten Baumeister - Gottfried
Böhm, Joachim Schürmann und Oswald Mathias
Ungers - leben und arbeiten. Umso schlimmer, dass nach dem Urteil
vieler Fachleute beim
Wiederaufbau
des
durch den Krieg ungewöhnlich
stark zerstörten Köln zuweilen - bisher und
hoffentlich
künftig nicht mehr - die
ordnende
architektonische Hand gefehlt hat. Viele Bausünden (wie z.
B. der Zubau der Sicht auf den Kapitolshügels mit der
prächtigen Kirche St. Maria im Kapitol
auf deren Nordseite und der großen Barockkirche St. Maria Himmel-
fahrt am Hauptbahnhof durch ein klotziges Bankengebäude) sind wohl
leider irreparabel.
Infos
und Fotos zu
den
Bauwerken/Denkmälern des Neuzeitlichen Köln
siehe auch Themen-Seite "Kölner
Denkmäler".
A. Anhang
Wer
Köln besucht hat und nach dem Kölner Dom weitere
Weltkulturerbestätten
der UNESCO besuchen möchte, dem und auch den Kölnern ist ein
Besuch in der ca. 15 km entfernten Gemeinde Brühl
und im ca. 60 km entfernten Aachen
zu empfehlen. Die dortigen Weltkulturerbestätten
sind auf der Internetseite
der UNESCO wie folgt beschrieben:
Brühl:
Die
Schlösser
Augustusburg und Falkenlust in Brühl sind mit ihren Gärten
als Gesamtkunstwerk des deutschen Rokoko 1984 in die UNESCO- Liste der Weltkulturerbestätten
aufgenommen worden. Sie sind heute als
Museen der Öffentlichkeit zugänglich.
Schloss
Augustusburg, die Lieblingsresidenz des Kölner
Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August von Wittelsbach (1700 -
1761), wurde ab 1725 von dem
westfälischen
Architekten Johann Conrad Schlaun begonnen und erhielt
von 1728 bis 1768 unter der Leitung des kurbayerischen
Hofbaumeisters François de Cuvilliés die
Ausgestaltung zur herausragenden Residenz. Das berühmte
Prunktreppenhaus
des Schlosses, bis 1996 auch repräsentativer Empfangsort
des Bundespräsidenten, entstand nach den Plänen Balthasar
Neumanns. Die barocke Gartenanlage schuf Dominique Girard
nach französischem
Vorbild. Daneben
entstand in nur wenigen Jahren von 1729 - 1737 das kleine Lust- und
Jagdschloss Falkenlust - ebenfalls nach den Entwürfen
Cuvilliés -, eine der intimsten und kostbarsten
Schöpfungen des deutschen Rokoko."
Anmerkung
des Autors: Der Kurfürst und Erzbischof Clemens August
mußte
seine Residenz außerhalb seiner Bischofsstadt Köln
errichten, da sich Köln im Mittelalter nach
der Schlacht bei Worringen (1288) von seinem Kurfürsten befreit
und sich zur freie Reichsstadt entwickelt hatte und fortan die Residenz
des Kurfürsten dort nicht mehr geduldet wurde.

Brühl/Schloss
Augustusburg
Aachen:
"Die
Manifestation eines
neuen Rom" - diesen Traum wollte Karl der Große (800 in Rom zum
Kaiser gekrönt) realisieren, als er um 786 mit dem Bau seiner
Pfalzkapelle im
heutigen Aachen begann. Damit legte er den Grundstein zu einem der
bedeutendsten Bauwerke Europas. Der Aachener Dom erhielt
seine heutige
Gestalt im Verlauf einer mehr als tausendjährigen Geschichte.
Kernstück des Doms ist die ehemalige Pfalzkapelle. Am 600. Todestag
Karls des
Großen wurde der einschiffige Chor eingeweiht. Seither
beeindruckt das "Glashaus" von Aachen durch seine kühne
Architektur.
600
Jahre lang - von 936
bis 1531 - war der Aachener Dom die Krönungskirche für 30
deutsche Könige. Auch heute hat der Aachener Dom nichts vom Glanz
vergangener Jahrhunderte eingebüßt. Die Aufnahme als erstes
deutsches "bau- und kunstgeschichtliches Ensemble" in die Liste der
UNESCO- Weltkulturerbestätten im Jahr 1978 unterstreicht die
herausragende Bedeutung dieses Bauwerkes."
Aachener
Dom/Königstuhl
Der
Verfasser empfiehlt
als jeweiliges Mitglied die Unterstützung der gemeinnützigen
Vereine
>
Förderverein
Romanische
Kirchen Köln e. V.,
>
Zentral-Dombau-Verein zu
Köln von 1842,
>
Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln e. V.,
> Freunde
des
Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig,
die
sich um wichtige und bedeutende Kölner Bauwerke,
Denkmäler und
Museen kümmern, sowie
die Vereine durch
Mitgliedschaft und/oder Spenden.
Fotos
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Köln
Stand: 08.01.2012