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Überblick
zur Kölner
Stadtgeschichte - Die Kölschen und ihre Lebensart
Rubrik (mit 5 Themen-Seiten) der privaten Web-Präsenz
"Köln -
die
Rheinmetropole und alte Römerstadt".Diese
Web-Präsenz verfolgt ausschließlich private und keinerlei
kommerzielle Interessen!
Die
Rheinmetropole Köln
ist eine Stadt mit einer über 2000-jährigen
Geschichte. Köln war
in der Antike eine
römische Provinzhauptstadt
und zeitweise Kaiserresidenz,
im Mittelalter eine der
bedeutendsten
mittelalterlichen Großstädte Europas, Freie Reichsstadt im
Heiligen Römischen Reich/Heiligen Römischen Reich
deutscher Nation, Handelsmetropole,
Sitz des Metropolitan (Erz-) Bistums Köln mit der riesigen
Kirchenprovinz Köln und
als Pilgerstadt
wichtiger Wallfahrtsort sowie
bis zur
berühmten Schlacht
bei
Worringen Sitz des
Kurfürsten,
eine
moderne
Millionenstadt und viertgrößte Stadt Deutschlands.
Die
Rheinmetropole Köln war mithin in allen historischen Epochen eine
sehr bedeutende
Stadt.
Hiermit besitzt die Kölner Stadtgeschichte ein Merkmal
unter den
deutschen Großstädten, das kaum eine andere Großstadt
aufweisen kann. Ein
Alleinstellungmerkmal sogar für Europa ist, dass das heutige
Köln vom gleichen Ort aus regiert und verwaltet wird wie das
römische Köln vor 2000 Jahren, denn das heutige
Kölner Rathaus steht am gleichen Ort und über den Ruinen des Praetoriums, dem
Palast
des Statthalters der römischen Provinz
Germania Inferior ab dem 1. Jhdt n.
Chr. und der fränkischen Könige im frühen Mittelalter. Köln
hatte das älteste Stadtsiegel Europas und das erste
Rathaus in Deutschland sowie das früheste Grundbuchwesen im Form
der
sogenannten Schreinsbücher (benannt nach der Lagerung der Urkunden
in
Behältern ("Schreinen")) und die erste bürgerliche
Universität Deutschlands.
Kaum eine deutsche
Großstadt
ist noch
heute im Stadtbild so geprägt von ihrer 2000-jährigen
Geschichte und ihrer Geschichte als Festungsstadt (mit den die
Straßenstruktur in der Innenstadt prägenden und in einigen
Teilen noch als Denkmäler
erhaltenen römischen
und mittelalterlichen
Stadtmauern sowie den preußischen
Festungsringen). Die Trassen der römischen Nord-Süd-Achse ("Cardo Maximus") und
der Ost-West-Achse ("Decumanus
Maximus") sind
noch heute mit den Trassen zwei der wichtigsten
Einkaufsstraßen in der Innenstadt - Hohe
Straße/Hohe Pforte und Schildergasse - ebenso zu erkennen wie dieTrassen der römischen
Fernstraßen mit den Trassen von Aachener
Straße (nach Westen), Luxemburger Straße (nach
Südwesten) und Bonner Straße (nach
Süden). Das Rathaus steht über dem Praetorium, dem
Sitz des römischen
Statthalters. Die
Romanische Kirche
St.
Maria im Kapitol steht auf dem antiken Kölner Kapitolshügel und die
Romanische Kirche Groß St. Martin steht über den Fundamenten
eines der vor der Stadtmauer
errichteten römischen
Lagerhäuser (2. - 4. Jhdt.). Der Verlauf der großen mittelalterlichen
Stadtmauer ist in der Trasse der heutigen kölntypischen
halbkreisförmigen Ringstraße vom Ubier-Ring, dem
südlichen Ende am Rhein, und dem Theodor-Heuß-Ring, dem
nördlichen Ende am Rhein, noch zu erkennen. Und schließlich
dokumentieren der Innere Grüngürtel am linksrheinischen Rande
der Kölner Innenstadt und der Äußere
Grüngürtel am
linksrheinischen Rand der Stadt die Lage der preußischen
Festungsringe des 19. Jhdt..
In der langen
Geschichte Kölns entwickelte sich auch der Name der Stadt
weiter. Die Römer nannten das um 19. v. Chr.
gegründete Oppidum
Ubiorum mit der Verleihung des
Status einer Stadt römischen Rechts fortan Colonia
Claudia Ara Agrippinensium (abgekürzt: CCAA) und später
offenbar nur noch Agrippina.
Die nachfolgenden Franken nannten sie wohl schlicht Colonia. Hieraus
entwickelten
sich im
Mittelalter die Bezeichnungen Coellen und Coeln (am Rhein)
bzw.
lateinisch Colonia
Agrippina
sowie in der Neuzeit Cöln
und ab 1919 der heutige
Name Köln (mundartlich: Kölle). Die
Rheinmetropole ist eine der wenigen deutschen Städte, die in
vielen Sprachen eine eigene Bezeichnung aufweist für Köln
(zumeist aus dem
römischen Colonia abgeleitet, so in Italien und Spanien Colonia, in
Portugal Colônia,
in Frankreich Cologne,
im englischsprachigenen
Raum Cologne,
in der
Türkei Kolonya und
in
den Niederlanden Keulen).
Historisch und
kulturell
umfaßt die Stadtgeschichte Kölns - grob gegliedert - drei
Epochen. Diese
geschichtlichen Epochen
Kölns
werden in den nachfolgend genannten drei Themen-Seiten der Rubrik "Kölner
Geschichte" dieses
Internetauftritts näher
beschrieben:
1794
- 1814 französische Besatzung
1815 - 1918 Königreich Preußen
aktuell größte Stadt in NRW und viertgrößte in
der BRD
In einer
weiteren Themen-Seite
werden aus
diesen 3 Epochen einige
wichtige Kölner Persönlichkeiten
mit Geburtsort Köln bzw. Bezug zu Köln vorgestellt. Ferner
enthält diese Rubrik noch die Themen-Seite Großveranstaltungen
in Köln.
In einem
in der Entstehung befindlichen
Werk "Geschichte
der
Stadt Köln" der Historischen Gesellschaft
Köln e. V. mit insges. gepl. 13 Bänden(Greven-Verlag) wird die
Geschichte der Rheinmetropole (in den 13 Bänden) feiner
wie folgt gegliedert:
1
Köln in
römischer Zeit/Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium
Romanum -
fertig -
2 Köln im Frühmittelalter Mitte 5. Jhdt. - 1075/Von
der fränkischen
Epoche zur erzbischöflichen Herrschaft
3 Köln im Hochmittelalter 1075 -1288/Entstehung und
Aufstieg der bürgerschaftlichen Stadt
4 Köln im Spätmittelalter 1288 - 1513
5 Köln im Zeitalter von Reformationen und Katholischer
Reform 1513 - 1610
6 Köln in einem eisernen Zeitalter 1610 - 1686 - fertig -
7
Köln
im 18. Jhdt. 1686 - 1794
8 Köln von der französischen zur preußischen
Herrschaft 1794 - 1815 -
fertig -
9 Köln in preußischer Zeit 1815 - 1871
10 Köln im Kaiserreich 1871 - 1918
11 Köln in der Weimarer Zeit 1918 - 1933/Kriegsfolgen, Aufbau,
Wirtschaftskrise
12 Köln in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 - 1945 - fertig -
13
Köln seit
1945
Das heutige Großstadt
Köln ist das Verkehrskreuz des Westens, eine Medienmetropole, ein Industrie-Standort mit
insbes. Auto-
und Chemie-Industrie, ein Wirtschafts- und
Handelszentrum, eine
Universitäts-Stadt, ein international bedeutender
Messestandort, Erzbischofssitz, eine Einkaufsmetropole und
zunehmend eine Stadt zum Feiern. Weltbekannt und weltberühmt ist das
Wahrzeichen der
Stadt, der Kölner
Dom.
Der Dom wird ebenso wie die Romanischen
Kirchen Kölns auf Detail-Seiten der Seite Kölner Bauwerke
beschrieben.
Köln gilt und versteht sich aber auch als
bedeutende Kultur- und
Kunststadt
mit einer langen kulturellen Tradition, die in der betreffenden Rubrik
dieses Internetauftritts mit u. a. den Themenseiten Kölner Museen,
Kölner Denkmäler
und Kölner
Musik-Szene und Bühnen beschrieben wird,
und als Sportstadt mit
u. a.den
beiden von den
Kölner "heiß geliebten" großen
Clubs 1. FC Köln
(Fußball)
und KEC
(Eishockey). Köln wird von seinen Bewohnern und den vielen Besuchern
geschätzt als Stadt zum Ausgehen und Einkaufen, zum Feiern
und Erleben der vielfältign Kultur-Szene mit solch bedeutenden
Einrichtungen wie der riesigen Kölnarena
(leider jetzt Lanxess-Arena genannt), den zahlreichen zum Teil
hochrangigen
Museen, der Kölner Philharmonie, Opern- und Schauspielhaus,
den
zahlreichen Clubs und privaten Theatern.
Nicht
untypisch für diese feierfreudige Stadt ist, dass sie nicht nur
zwei
Gründungsdaten hat, die selbst von Experten oft vermengt
und
verwechselt werden, sondern auch dreimal
Millionenstadt wurde.
Um vermutlich 19 v.
Chr. Gründung Kölns mit der Ansiedlung
der Ubier durch die Römer und der Gründung der Siedlung "Oppidum
Ubiorum".
50 n. Chr. Erhebung dieser Siedlung zur Colonia
(Stadt
römischen
Rechts) mit dem Namen "Colonia
Claudia Ara
Agrippinensium" (abgekürzt:
CCAA), oftmals fälschlich als Gründungstermin
Kölns genannt.
Status einer
Millionenstadt des Neuzeitlichen Köln:
Am
01.01.1975 mit der Gebietsreform und deren Eingemeindungen.
Mit der erfolgreichen Klage Wesselings
gegen die Eingemeindung war der Status
als
Millionenstadt am 01.06.1976 zunächt
wieder zu Ende.
Im Dezember 1991
mit der in
Köln üblichen Zählweise inkl. der Zweitwohnsitze.
Im
Mai 20100 nun
auch nach der
NRW-üblichen Zählweise mit nur den Erstwohnsitzen - und
damit nun wohl endgültig - .
Kölner
Panorama:
von
Severinsbrücke aus
von Rhein-Ufer
Deutz aus
von Deutzer
Brücke
aus
von Nähe Zoobrücke
aus
Kranhäuser
(von Deutzer Brücke aus)
vom
Triangel-Turm in Deutz aus
Kölner Dom
In Kölner Museen
werden Objekte aus den historischen
Epochen gezeigt im
Exponate
aus der Geschichte der Stadt Köln vom Mittelalter bis
heute
2.
Überblick zur
Geschichte
der Stadt
Vermutlich um
19 v. Chr.
siedelten die Römer unter ihrem Statthalter in Gallien, Agrippa, die bis dahin
rechtsrheinisch
siedelnden Ubier
im
späteren linksrheinischen Kölner
Gebiet an und gründeten das "Oppidum Ubiorum" (= zivile Siedlung
der
Ubier) und machten den Ort
unter dem Prinzipat
des Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) zu einem zentralen Ort
in
Germanien.
In 50 n.
Chr. erhielt diese
Siedlung die höchsten Rechte einer römischen Stadt mit dem
Namen
"Colonia
Claudia Ara
Agrippinensium" (CCAA)
(= frei übersetzt: "Stadt
römischen Rechtes und Stadt der Agrippinenser,
unter Kaiser Claudius gegründet am Ort des
Altars
für den Kaiserkult") und
wurde eine der wichtigsten Städte des römischen Reiches
nördlich der Alpen. Die Verleihung der Stadtrechte hatte die Frau
des Kaisers Claudius, Agrippina (Mutter des späteren Kaisers
Nero), die 15 n. Chr. als Tochter des Heerführers Germanicus und dessen Frau Vipsania
Agrippina
im Oppidum Ubiorum
geboren worden war, veranlaßt. Mit der Erhebung der
Siedlung zu
einer
Colonia
begann eine enorme Entwicklung des antiken Köln und dessen
weiterer Aufschwung. Aus dem Namen CCAA
wurden später die Abkürzungen Colonia und noch später
Cöllen/Cöln/Köln. Weitere Erläuterungen zum
römischen Köln siehe Themenseite "Römisches
Köln".
Köln gehörte im
Mittelalter zunächst zu den fränkischen Reichen und ab 962
zum neuen römisch-deutschen Kaiserreich (ab Mitte des 10. Jhdt.
innerhalb
des Kurfürstentums Köln, ab de facto 1288 und ab 1475 de jure als
Freie
Reichsstadt). Das
mittelalterliche Köln hatte ab dem 10. Jhdt. eine wirtschaftliche
Blütezeit (insbes. als
Handelsmetropole und als Pilgerstadt sowie als bedeutende
Kunstmetropole). Köln mit seinen
mittelalterlichen
Bezeichnungen Coellen oder Coelln (am Rhein)
bzw.
lateinisch meistColoniaAgrippina war
im Frühmittelalter bis Anfang des Hochmittelalters flächen- und
einwohnermäßig die größte Stadt nördlich
der Alpen und mit ihrem Stapelrecht und
Münzrecht eine einflussreiche Metropole... heute würde man
sagen eine Weltstadt. Im späteren Mittelalter
(14. -
16. Jhdt.) hatte
die rheinische Metropole ca. 40000 Einwohner und war eine der größten und
bedeutendsten Städte Europas und
bis ins 16. Jhdt. die größte Stadt im gesamten Reichsgebiet.Von
Düsseldorf sprach damals noch kaum einer (Düsseldorf erhielt
sein
Stadtrecht übrigens erst 1288 als eine der Auswirkungen der
für die Entwicklung des mittelalterlichen Köln und
deren Bürger so wichtigen siegreichen Schlacht bei
Worringen)!
Der große Pilgerstrom setzte insbes. durch die
Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige von
Mailand nach Köln (1164) und den dadurch ausgelösten Bau des
großen gotischen Kölner Doms (ab 1248) ein. Die
mittelalterliche Glanzzeit endete mit dem wirtschaftlichen Niedergang
der Freien Reichsstadt
im Zusammenhang mit dem Zerfall der Hanse und der dem 30jährigen Krieg
(1608
-1648)
folgenden Wirren. So kam es Ende
17. und im 18. Jhdt. zum vorübergehenden
wirtschaftlichen
Niedergang und
Verfall
der Reichsstadt.Weitere Erläuterungen
zum
mittelalterlichen Köln siehe Themenseite "Mittelalterliches
Köln".
Nach der Auflösung des
"Heiligen römischen Reichs deutscher Nation" (1806) fiel als eines der Ergebnisse
des
Wiener Kongresses 1815 das Rheinland mit Köln
an das
Königreich Preußen und
Köln wurde preußische Festungsstadt. Als nationales Ereignis
Deutschlands wurde 1880 vom deutschen Kaiser der Kölner Dom
eingeweiht (Baubeginn 1248, Bauunterbrechung um 1530, Weiterbau ab
1842), ein Bauwerk, dass für Köln und darüberhinaus von großer
Bedeutung ist. Dies wird auch mit
der Festrede bei der Grundsteinlegung 1842 zum
Weiterbau deutlich:
Schluss-Satz
aus der denkwürdigen Rede des preußischen Königs Friedrich-Wilhelm IV
zur Grundsteinlegung für den Weiterbau des Doms (Zitat aus einer
Urkunde im Stadtmuseum
(Ausstellung "Der kolossale Geselle"): "...
Meine Herren von Köln! Ihre Stadt ist durch dieses Bauwerk hoch
bevorrechtigt vor allen Städten Deutschlands und sie selbst hat dies
auf das würdigste erkannt. Heute gebührt ihr dies Selbstlob. Rufen sie
mit Mir und unter diesem Ruf will ich die Hammerschläge auf den
Grundstein thun, rufen sie mit Mir das tausendjährige Lob der
Stadt: Alaaf Köln."
Nach den glanzvollen
Epochen des Römischen
Köln und des Mittelalterlichen
Köln
sowie nach dem vorübergenden wirtschaftlichen Niedergang Ende des 17.
und im 18.
Jhdt. erlebte
Köln
im Zuge der industriellen Revolution einen immensen
Aufschwung. Die Rheinmetropole
Köln entwickelte sich im 19. und 20. Jhdt. zu einer modernen
Großstadt. Die Region profitiert dabei wie schon im Mittelalter
von der
äußerst
verkehrsgünstigen und zentralen Lage in Europa. Heute ist das neuzeitliche moderne
Kölnnach diversen Stadterweiterungen und Eingemeindungen mit ca. 1 Mio. Einwohnern
die
viertgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschlands (nach
Berlin, Hamburg und München). In seiner über
2000-jährigen
Geschichte ist Köln von ca. 97 ha mit ca. 20.000
Einwohnern der römischen "Colonia" (50 n. Chr.) über
401
ha nach Bau
der
großen Mauer (ab 1180) auf heute 40515 ha mit ca. 1,0 Mio.
Einwohnern
gewachsen. Weitere
Erläuterungen zum heutigen Köln siehe Themenseite "Neuzeitliches Köln".
Eng mit der über
2000-jährigen Geschichte Kölns verbunden sind die
Stadtbefestigungen
der
geschichtlichen Epochen. Köln war im Laufe seiner
Geschichte ab dem 1. Jhdt. nach Chr. bis Anfang des 20. Jhdt.
stets eine Festungsstadt mit
den
Preußischen
Festungsringen (innerer Ring erbaut ab 1816,
äußerer Ring erbaut ab 1873, Entfestigung ab 1920)
Politische
Zugehörigkeiten
Kölns in der über 2000-jährigen
Geschichte im Überblick
um 19 v. Chr. bis um
455 n. Chr.: antikes Römisches Imperium (ab 50 n. Chr. in
dem Rang einer
Colonia).
um 455 bis 962:
fränkische Reiche.
962 bis 1794: neues
Römisch-deutsches Kaiserreich/ab 15. Jhdt. Heiliges Römisches
Reich Deutscher
Nation (ab Mitte des 10. Jhdt. innerhalb des Kurfürstentums
Köln (Kurköln), ab 1288 de facto und ab 1475 de jure als
Freie
Reichsstadt).
1794 bis 1815 nach
der Besetzung durch die Franzosen: Französisches Reich (offizielle
Eingliederung: 1801).
1815 bis 1871:
Königreich Preußen (bis 1866 im Deutschen Bund).
1871 bis 1918: Königreich
Preußen (im Deutschen Kaiserreich).
ab 1918: deutsche
Republiken (seit 1949 Bundesrepublik
Deutschland/Bundesland
Nordrhein-Westfalen).
Der historischen
Tradition
Kölns entspricht, dass keine andere Stadt so früh - nämlich seit 1130
- und
umfangreich ihre
Geschichte schriftlich archiviert hat. Das Historische Archiv der Stadt
Köln** besteht seit etwa 1409
(damals
zunächst im neuen Rathausturm untergebracht). Das Historische Archiv,
das "Geschichtliche Gedächnis der Stadt
Köln" und ein unermesslicher Schatz zur Kölner Geschichte und
darüber hinaus, ist mit ca. 30
Regal-Km das größte
kommunale Archiv Deutschlands und nördlich der Alpen. Es
enthält u. a. 65000 Urkunden, 1800
mittelalterliche Handschriften, über
150000 Karten und
Pläne, über 800 Nachlässe und Sammlungen sowie 500000
Fotos zu Kölner Ereignissen. Der
Bestand (z. Zt.
leider nicht nutzbar)ist
gegliedert in
die Bereiche
Altes Archiv
(Archivalien bis
1815) mit u. a.
Urkunden von Klöstern und Stiften vom 10. Jhdt. bis 1802 (das älteste
Dokument ist
eine Urkunde aus
St. Ursula von 922), Urkunden von Heinrich IV. von 1105 und
Friedrich Barbarossa von 1167,
dem Verbundbrief von 1396 (der
ersten Kölner
Stadt-Verfassung), Schriften (Autographen) von Albertus Magnus, dem
Buch Weinsberg
(Aufzeichnungen des Ratsherrs
Hermann Weinsberg aus
dem 16. Jhdt.), mittelalterlichen Schreinsbüchern
(das früheste
bekannte Verfahren zur
Aufzeichnungen von
Grundstücksgeschäften, das den
heutigen Grundbüchern) und
Ratsprotokollen der
Kölner Geschichte sowie viele viele weitere Schätze
Neues Archiv
(städtischen
Archivalien nach 1815) mit u. a. Handschriften von Karl
Marx und Friedrich Engels sowie
Verfügungen
von Napoleon
Nachlässe und Sammlungen
u. a. von Jacques Offenbach, Ferdinand Franz
Wallraf, Wilheim Leibl, Reichskanzler
Marx,
Heinrich
Böll und Konrad
Adenauer (aus dessen
Kölner Zeit bis 1945).
Und in Köln wurden zwei
die
industrielle Entwicklung ganz entscheidend prägende Erfindungen
und Entdeckungen gemacht. Nicolaus August Otto entwickelte ab 1872 in
Köln einen gasgetriebenen Motor nach dem Viertakt-Prinzip -
den Ottomotor -,
mitdem in Köln-Deutz die
Motorisierung
der Welt begann und mit dem auch heute noch weltweit Motoren in etwa
750 Mill. Autos
betrieben werden. Und Georg Simon Ohm definierte 1826 am
Dreikönigs-Gymnasium
in Köln das "Gundgesetz" der
Elektrotechnik,
dasOhmsche
Gesetz.
Mit der Kölner
Stadtgeschichte und deren historischen Erforschung beschäftigen
sich u. a. der Kölnische
Geschichtsverein (Zitat: "Der
Kölnische Geschichtsverein (KGV)
beschäftigt sich mit der Geschichte Kölns und seines Umlandes
von der Antike bis zur Gegenwart. Geschichte heißt nicht nur
politische Geschichte und Kirchengeschichte, sondern auch Kunst und
Kultur, Wirtschafts- und Sozialgeschichte."), die Universität
Köln, verschiedene Kölner Museen und per Amt der
Stadtkonservator
sowie viele Vereine wie der Förderverein Romanische
Kirchen
Köln
(1981), der Zentral-Dombau-Verein
von 1842,
die Historische Gesellschaft Köln, die Archäologische
Gesellschaft
Köln und der Verein Kölner
Sportgeschichte. Die Archivierung der
Geschichte der
Stadt Köln obliegt dem Historische Archiv
der Stadt
Köln, das damit natürlich einen unverzichtbaren Partner
für die Erforschung der Kölner Geschichte darstellt.
3.
Die Kölschen und ihre
Lebensart
Ein besonderes
Merkmal
Kölns,
das vor allem Besuchern und Zugereisten
auffällt
und für sie die
Stadt
lebenswert macht
(s. unten), ist die lockere
und
tolerante kölsch-rheinische
Lebensart und die Vielfalt in der Stadt. Hier wird viel gefeiert, aber
auch viel
verpennt - mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Lebensart mit
sich
bringt -. Hierzu
passt der Refrain
eines Liedes der Bläck Fööss: "Mr´
sin wie mer
sinn, mir Jecke am Rhing, dat
es jet, wo mr´ stolz dropp sin." Solche Sätze und "Et
kütt
wie et kütt." und "Et
hätt noch immer jod jejange." sind das
Motte der meisten - geborenen und zugereisten
- Kölner. Die Kölner lieben ihre große alte Stadt
trotz aller Mängel und Unzulänglichkeiten, ihr eigenes
Getränk - das Kölsch -, das in den für Fremde oftmals
zunächst befremdlich kleinen Kölschstangen serviert wird,
ihren FC, ihren Karneval
und vor allem ihren Dom.
So wird auch das
größte
städtische Fest, der Karneval
oder Fastelovend, wie man hier sagt, wohl nirgendwo so intensiv und
ursprünglich
gefeiert
wie in Köln (wobei die Bläckfööss
vor einiger Zeit zu Recht auf einige jüngste Auswüchse wie das
Kampftrinken von
Jugendlichen aufmerksam gemacht haben). Die Lebensfreude führt auch
dazu, dass hier Fremde schnell integriert werden.
"Kölsch"
ist
Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier
in den schon erwähnten kölntypischen Stangengläsern) und
Lebensphilosophie
in
einem.Zu dieser kölschen Lebensphilosophie
passt ein
Zitatauszug aus einem Interview mit dem sehr bekannten
TV-Journalisten Klaus Bednarz (KStA 06.07), der als norddeutscher
Protestant schon lange in Köln lebt: "... Ich fühle mich hier
zu Hause trotz der Schmuddelecken, trotz der politischen
Klüngelei, wegen der wunderbar antiautoritären Menschen, die
ihren Kardinal auf so prächtige Weise hassen. Und ich kenne keine
andere Stadt, in der das Volkslied so lebendig ist, die so mit ihrer
Musik lebt. ...".
Desweiteren passt hierzu ein Zitat eines der
bedeutendsten Kölner, des Nobelpreisträgers Heinrich
Böll,
aus "Nebenbei eine Großstadt": "Es
ist fast
müßig, eine Stadt zu loben, die fast zweitausend Jahre lang
ohne viel Geschrei ihre Anziehungskraft bewiesen hat. ... Eine wirklich
schöne Frau braucht nicht zu beweisen, dass sie es ist: mögen
Eifersüchtige ihr nachweisen, dass ihre Nase nicht vollkommen,
ihre Taille zu schmal, ihr Mund zu groß sei; sie lächelt
über diese Tadel, denn sie weiß, dass sie etwas besitzt, das
undefinierbar und unmeßbar ist: Schönheit, etwas was nicht
perfekt aber vollkommen ist. ... Köln ist nicht perfekt, aber
vollkommen, es ist vollkommen Köln, und wieder wird es mir schwer
zu sagen, was Köln ist."
Schon
zu römischer Zeit tauschten sich in dem damaligen antiken
Handelszentrum die Kulturen aus
und mischten sich. Entsprechend dieser multikulturellen Tradition leben
heute in Köln registrierte Menschen aus ca. 180 Nationen mehr oder
weniger
friedlich zusammen
- soviel wie in keiner anderen vergleichbar großen Stadt
Deutschlands -. Viele
Besucher und Neukölner
bezeichnen Köln als fast mediterane Stadt. Der Schriftsteller
Dieter
Wellershoff sagt zu Köln: "Was
ich brauche ist ein Biotop. Eine Stadt ist für einen
Schriftsteller
ein Erlebnis- und Beobachtungsfeld und Köln hat ein hoch
differenziertes
Spektrum an Lebensformen."
Der Kölner Kabarettist
Jürgen Becker nennt Köln
in einem seiner früheren Programme liebenswert und kritisch
zugleich "ein Biotop für
Bekloppte". Der renommierte Stadtplaner Prof. Albert Speer
bezeichnete 2007 im Zusammenhang mit einem Auftrag für einen
städtebaulichen Masterplan Köln zwar aufgrund seiner langen
Vergangenheit als städtebauliche Chaosstadt, will deshalb aber
keineswegs alles umkrempeln: "Eine
Bürgerstadt hat
schließlich auch viele Vorzüge. ... Die Stadt hat einen
quirligen jungen Charakter und keine Neigung, abends zu veröden.
Das ist eine ihrer Stärken und in Deutschland ziemlich einmalig."
(Zitat/KStA 25.08.07).
Nicht zuletzt wegen der
toleranten
Lebensart
in dieser Stadt hat sich seit einigen Jahren neben dem Rosenmontagszug
in der Karnevals-Hochburg
Köln, dem (früheren) Ringfest in der Kölner Musik-Szene
(seit
2006 vorerst (?) entfallen) und dem Köln-Marathon ein weiteres
regelmäßiges
Straßen-Großereignisetabliert:
jährlich
zum Christopfer- Street-Day im Juli, dem Feiertag
der Lesben und
Schwulen, eine der größten
CSD-Paraden und CSD-Straßenfeste. Und weil in Köln fast
alles, was mit Feiern zu tun hat, zu funktionieren scheint, sind auch
die
seit 2001 jährlich im Juli am Rhein
veranstalteten "Kölner
Lichter" zum
mittlerweile
größten
Feuerwerk Deutschlands und einem der größten Europas
aufgestiegen. Zu
einem weiteren Großereignisse
entwickelt sicher immer mehr der Kölner
Weihnachtsmarkt mit seinen Märkten
am Dom (nach Meinung vieler der Markt mit der schönsten
Weihnachtsmarkt-Kulisse in Deutschland),
am Alter Markt/Heumarkt, am Neumarkt, am Rudolfplatz, auf einem
Rheinschiff
und am Schokoladen-Museum/Rheinau-Hafen.
Köln hat im übrigen
auch als potentieller Wohnsitz bundesweit einen guten Ruf. Nach einer
Umfrage
des Meinungsforschungsinstituts Allensbach nach der als Wohnsitz
attraktivsten
Stadt ergab folgende Rangfolge (Quelle: Kölner
Stadtanzeiger
19.04.05):
1.
Hamburg 30 %, 2. Berlin 28 %, 3. München 27 %, 4. Köln 16 %,
5. Bremen 8 %, 6. Dresden, Düsseldof und Stuttgart je 7 %
Der
Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) fasste es im KStA (15.04.11) so
zusammen: "Köln ist eine
Stadt, die ein bisschen schmuddelig ist, in
der man feiern kann, in der es sich bestens leben lässt .... eine
Mischung aus Arbeit, Kreativität, Kultur und Genuss."
Wodurch die Stadt
geprägt wird, ergibt sich auch aus einer erforschten aktuellen
Zufriedenheitsliste (Platz 1 bis 5) der Kölner Bürger (Zitat Kölner
Stadtanzeiger, 07.05.11, "So sehen die Kölner ihre Stadt"):
Ausgehmöglichkeiten 91%, Einkaufsmöglichkeiten 90%, Kulturelles Angebot
88%, Karneval 75%, Menschenschlag 74%.
D. Bedeutendste
Geschichtsdaten Kölns
Um 19
v. Chr. Ansiedlung
der Ubier in der linksrheinischen Kölner
Bucht und
Gründung der Oppidum Ubiorum (heutiges Köln) durch den
römischen Statthalter Agrippa.
50
n. Chr. Erhebung der Oppidum Ubiorum
zur röm.
Colonia
Claudia
Ara Agrippinensium ("CCAA") durch Kaiser Claudius auf
Veranlassung seiner Frau Agrippina
(Colonia = Stadt römischen Rechts).
um
90 n. Chr.
Gründung der neuen Provinz Germania
Inferior (Nieder-Germanien) mit der Hauptstadt CCAA
(Köln).
um
90 n. Chr. Bau der
römischen Stadtmauer
ca.
259-271
CCAA
(Köln) Residenzstadt
des vom Statthalter Postumus in Köln gegründeten
römisch-gallischen Sonderreiches.
um 313Maternus erster
verbriefter Bischof Kölns (verbriefte Teilnahme an den Synoden 313
in Rom und 314 in Arles). Die
erste christliche Gemeinde in Köln wird für das 2./3. Jhdt.
vermutet.
321Ein Erlass des röm.
Kaisers
Konstantin I mit der Erlaubnis, Juden in den Stadtrat
aufzunehmen, gilt als Beleg für
die Gründung der ältesten jüdischen Gemeinde
nördlich der Alpen im 3./4. Jhdt. in
Köln.
um
455
Das römische Köln wird von den ripuarischen Franken
(Rheinfranken) besetzt und
ab ca. 460
deren
Residenzstadt.
507Köln
fällt an das Frankenreich der Merowinger und 751 nach der
Ablösung der Merowinger an das Frankenreich der Karolinger.
795Das
Bistum Köln wird durch den Karolinger-König Karl den
Großen (ab 800 Kaiser) zum Erzbistum erhoben. Zur
Kirchenprovinz Köln gehörte im Mittelalter
ein riesiges
Gebiet mit dem Metropolitan- (Erz-) Bistum Köln und den
Suffragan-Bistümern Lüttich (bis 1559), Utrecht (bis 1559),
Münster, Osnabrück (bis 1995), Minden (bis um 1648) und Bremen
(bis 848/870).
925Das Herzogtum Lothringen
wird nach
zwischenzeitlichen
Veränderungen wieder dem Ostfrankenreich als
Vorläufer des
"Heiligen
Römischen Reiches" und des späteren "Heiligen Römischen
Reiches deutscher Nation" zugeschlagen ... Köln wird
quasi deutsch (unter
Heinrich I, der als Gründer des Deutschen Reiches
gilt). Damit
beginnt der Aufstieg Kölns zur Handelsmetropole.
953Brun/Bruno I
(Bruder des
Königs/Kaisers Otto I) wird Erzbischof von Köln und
im Auftrag des Königs Herzog von Lothringen. Bruno I ist somit in
Köln
als erster geistliches Oberhaupt seines Erzbistums und zugleich
weltliches
Oberhaupt seines Herzogtums und damit erster Stadtherr von
Köln. Die
Nachfolger
behalten im Rang eines
Kurfürsten als weltliches Herrschaftsgebiet das
Kurfürstentum Köln (Erzstift Köln, Kurköln)
mit
Teilen des vormaligen
Herzogtums.
ab
962
Köln gehört zum mit der Kaiserkrönung Otto I neu
gebildete römische
Kaiserreich (später Heiliges Römisches Reich deutscher
Nation).
1164
Überführung der Reliquien der "Heiligen Drei
Könige" von Mailand nach Köln als Auslöser
des Baus des gotischen Kölner Doms und bedeutend für die
Entwicklung Kölns zur Pilgerstadt.
ab
um 1180 Bau
der großen mittelalterlichen Stadtmauer
1248
Grundsteinlegung für den gotischen Dom. Um 1530 Unterbrechung
des Baus bis zum Weiterbau 1842.
1259
Verleihung
des Stapelrechts an die Kölner Bürgerschaft mit großer
Bedeutung für die Entwicklung der Handelsstadt Köln.
1288 Schlacht
bei Worringen mit dem Sieg der Kölner Bürger an der
Seite
des Herzogs von Brabant über ein Bündnis mit u. a. dem
Kölner Erzbischof/Kurfürsten, womit Köln de
facto freie Reichsstadt wird; der
Erzbischof verliert
die
weltliche Herrschaft
über die Stadt Köln.
1388
Gründung
der Kölner Universität (mit Prag, Wien
und
Heidelberg eine der ersten Unis im damaligen Reich und die erste von
der
Bürgerschaft begründete
Uni
in
Deutschland).
1475
Kaiser Friedrich III erhebt Köln mit dem Reichsstadtprivileg nun
auch
de jure zur Freien Reichsstadt.
Ende
17. u. 18. Jhdt. wirtschaftlicher Niedergang und
Verfall
der Reichsstadt.
1709Der
Italiener Johann
Maria Farina gründete 1709 in Köln die erste Parfumfabrik der
Welt; damit begann die weltweite Verbretung des "Kölnisch
Wassers". 2009 feiern die Firma und das Kölnisch Wasser ihr
300jähriges Jubiläum.
1794 Franz.
Truppen besetzen Köln und beenden den Status Kölns als Freie
Reichsstadt.
1802Säkularisation
durch die Franzosen mit Aufhebung aller
Klöster und Stifte und Einführung der Glaubensfreiheit. Der
kirchliche
Besitz fällt an den Staat
und
wird größtenteils an Bürger verkauft.
1815 Nach der
Auflösung
des Heiligen
Römisches Reich deutscher
Nation
(1806) fällt
Köln auf dem Wiener
Kongreß an
das Königreich Preußen.
1842 Weiterbau
des um 1530
unterbrochen Baus des Kölner
Doms.
1880
Einweihung des Kölner Doms als nationales Ereignis.
1862
Nicolaus Otto begann in Köln mit der Entwicklung eines Viertakt-Motors, eine
für die Motorisierung der Welt bahnbrechende Erfindung.
1861 Eröffnung
des
ältesten Museums Kölns, des Wallraf-Richartz-Museums.
1894
Einweihung
des Kölner Hauptbahnhofes direkt neben dem Dom an der Stelle des mit der Dombrücke erstellten
Zentral-Bahnhofes.
1902
Eröffnung des ersten Kölner Opernhauses am Habsburger Ring.
1912 Gründung
der
Fliegerstation Butzweilerhof, aus der ab 1926 der
Kölner
Flughafen Butzweilerhof entstand, der in der sich in
den
1930-iger Jahren zum
Luftkreuz des
Westens und nach
Berlin-Tempelhof zum zweitgrößte Flughafen Deutschlands
entwickelte.
1918 Nach Ende
des 1.
Weltkriegs gehört Köln zu den deutschen Republiken (ab 1949
zur Bundesrepublik Deutschland/Bundesland Nordrhein- Westfalen).
1931
Der
Autobauer Ford nimmt seine Produktion am Standort in Köln-Niehl
auf.
1950
1900-Jahrfeier Kölns
(Köln rechnet ab der Erhebung der römischen Siedlung 50 n.
Chr. zur Colonia und nicht wie andere
alte Städte ab der Gründung um 19. v. Chr.).
1957 Eröffnung
des neuen
Kölner Opernhauses am Offenbach-Platz.
1957 Aufnahme
des
kommerziellen Flugbetrieb am vorher nur militärisch genutzten
Flughafen Köln-Wahn.
1962 Der 1. FC Köln wird
zum ersten Mal Deutscher Fußball-Meister.
1972 Der
Kölner Dichter
Heinrich Böll erhält den Literatur-Nobelpreis.
1975 Köln wird
im Zuge
einer Gebietsreform mit weiteren Eingemeindungen von umliegenden
Gemeinden am 01.10.1975 vierte
Millionenstadt Deutschlands. Mit
der erfolgreichen Klage Wesselings gegen diese Eingemeindung nach Köln war
jedoch
der Status als
Millionenstadt am 01.06.1976 vorübergehend wieder zu Ende (s.
2010).
1986 Eröffnung
der
Kölner Philharmonie und des Museum Ludwig (anfangs noch zusammen
mit
dem dorthin verlegten Wallraf-Richartz-Museum).
1988 der
Fernseh-Programmveranstalter RTL nimmt seinen Sendebetrieb in Köln
auf; Köln wird zusammen mit dem WDR und den anderen
Rundfunk-Veranstaltern
zunehmend zur Medienmetropole
ausgebaut.
1999"Kölner Juni-Gipfel
1999", das EU-Gipfel-Treffen des
Europäischen Rates (03. - 04.06.99) und danach der
Weltwirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungs-Chef der G
8-Staaten in Köln (u. a. mit Bill Clinton/USA, Boris
Jelzin/Rußland und Gerhard Schröder/Deutschland).
2005XX.
katholischer Weltjugendtag
in Köln, ein
Mega-Ereignis und
wohl die bisher größte Veranstaltung in der Bundesrepublik
überhaupt.
2009
Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit noch nicht übersehbaren
Folgen für
das umfangreiche historische Archivgut, dem "Gedächnis der Stadt".
2010Köln wird im Mai 2010 nun
auch nach der
NRW-üblichen Zählweise mit nur den Erstwohnsitzen vierte
Millionenstadt Deutschlands - und
damit nun
wohl endgültig - . Bereits im Dezember 1991 hatte Köln
mit
der hier üblichen Zählweise inkl. der Zweitwohnsitze
die Million erreicht.
24 Partnerstädte Kölns:
Barcelona, Berlin-Neukölln, Berlin-Treptow, Bethlehem, Cluj
(Klausenburg) (Rumänien), Corinto/El Realejo (Nicaragua), Cork
(Ir land), Esch-sur-Alzette (Luxemburg), Indianapolis, Istanbul,
Kattowitz (Polen), Kyoto, Lille, Liverpool, Lüttich, Peking,
Rotterdam, Tel Aviv, Thessaloniki, Tunis, Turin, Turku (Finnland),
Wolgograd, Rio de Janairo (ab Sept. 2011) (Stand: 07.2011).
Wappen
Köln
Altstadt
vom Dom-Dach aus
Museum
Ludwig vom Dom-Dach aus
Rheingarten
Olympia- und
Schokoladen-Museum
Schokoladen-Museum
und Kranhäuser
Sicht vom Schokoladen-Museum
aus
von
Köln-Poll (Severinsbrücke) aus
St. Kunibert (vorne:
historisches Flugboot Do-24 ATT am 21.05.06)
Rheingarten/Altstadt
Rathausplatz *
Dom/Museum Ludwig
Informationen für
Touristen
sind im Köln-Info-Haus von KölnTourismus
direkt gegenüber der Turmseite des Doms zu erhalten.
Ein
Nachtrag:
Die Kölner lieben und schätzen ihre Stadt und sind stolz auf
die lange historische Tradition mit der
über 2000-jährigen Geschichte und die kulturelle
Vielfalt mit ihren vielen kulturellen Schätzen sowie auf die
tolerante fröhliche Lebensart in dieser Stadt.
Leider neigen Kölner und wohl auch die hiesige Verwaltung
offenbar gelegentlich dazu,
sich auf den Lorbeeren auszuruhen, manchmal die Dinge laufen zu
lassen und die Geschichte und die Schätze
der Stadt nicht immer angemessen zu pflegen und zu präsentieren.
Vor allem
mit den auch
marketingmäßig und touristisch so wichtigen Produkten Kultur
und Historie sowie mit manchen historischen Denkmälern wird
oftmals nicht angemessen umgegangen,
obwohl in
letzter Zeit
Verbesserungen zu erkennen sind. Allerdings waren in Köln
immer kulturelle Stiftungen von großer Bedeutung; einige der
bedeutenden Museen
gehen auf
Stiftungen zurück. Und manche Vereine kümmern sich um
historische Denkmäler, so z. B. um die Erforschung und
den Erhalt
der
Stadtmauern und Festungsringe der Epochen in der
2000-jährigen Geschichte des befestigten
Kölns der neue Verein Fortis
Colonia.
*
Z. Zt
auf dem Rathausplatz
archäologische Ausgrabungen und
danach
Einrichtung der Archäologischen
Zone
** Ein
sehr traurige Berühmtheit erhielt das Historische Archiv
der Stadt
Köln
am 03.03.09, 13:58 Uhr. Vermutlich im Zusammenhang mit dem
U-Bahn-Bau in der Severinsstraße ist das
Archivgebäude eingestürzt. Rund
90 % der Archivalien
konnten bisher geborgen werden (nach den
Resten
noch gesucht), wobei "geborgen" nicht
"gerettet" heißt. Aus
Archivkreisen ist zu
vernehme, dass rund
60 % der geborgenen
Schätze mittlere bis leichte und einige gar keine Schäden
aufweisen, so
dass diese vermutlich restauriert werden
können. Für die Restaurierung ist mit
einem einem
langwierigen Verfahren von 30 Jahren zu rechnen.